Schülerprojekt ebnet Weg in Politik

16 Schülerinnen und Schüler der Eutiner Gymnasien nahmen an dem Projekt „Schule trifft Kommunalpolitik“ teil.
16 Schülerinnen und Schüler der Eutiner Gymnasien nahmen an dem Projekt „Schule trifft Kommunalpolitik“ teil.

Bürgervorsteher Dieter Holst überreichte Schülerinnen und Schüler nach einem Besuch der Stadtwerke Eutin die Zertifikate

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15. Mai 2018, 13:49 Uhr

Das in Eutin entwickelte Projekt „Schule trifft Kommunalpolitik“ hat mittlerweile landesweite Aufmerksamkeit erreicht. Die vierte Auflage des von Bürgervorsteher Dieter Holst ins Leben gerufenen Projektes fand gestern bei den Stadtwerken Eutin ihren Abschluss. Dieter Holst persönlich übergab den Schülerinnen und Schülern der
11. Jahrgänge des Weber-Gymnasiums und des Voß-Gymnasiums die Zertifikate.

Holst, die Lehrer aber auch Eutins Kommunalpolitiker freuten sich über eine Rekordbeteiligung. 16 Schülerinnen und Schüler nahmen an „Schule trifft Kommunalpolitik“ teil. Doch auf die Frage, ob sich die Schülerinnen und Schüler nun eine Mitwirkung in der Kommunalpolitik vorstellen könnten, gab es nur eine Reaktion. Es war der 16-jährige Wisser-Schüler Malte Krüger aus Bosau. Kommunalpolitik könne er sich zwar nicht vorstellen, aber Europapolitik. „Wir behandeln die EU-Politik gerade in der Schule und das ist im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit sehr interessant“, sagte Malte Krüger. Europapolitik sei schließlich eine ganz andere „Liga“ als die Kommunalpolitik.

Der Eutiner CDU-Kommunalpolitiker Marcel Kriwet freut sich über „politische, junge Menschen“. Die Schülerinnen und Schüler hätten ein großes Interesse an Sitzungen der Fraktion, der Ausschüsse und der Stadtvertretung gehabt. Für ihn – Kriwet – sei das Projekt keine Mehrbelastung gewesen: „Wir haben damit Werbung für die Kommunalpolitik gemacht und bei den jungen Menschen das Interesse geweckt.“

SPD-Stadtvertreterin Caroline Busse empfindet das Projekt als „enorme Bereicherung“. Die Schülerinnen und Schüler hätten mitdiskutiert und viele gute Vorschläge gemacht. „Das brauchen wir, denn wir sind ziemlich alt“, schmunzelte sie.

„Wichtig ist Freiwilligkeit und Interesse“, sagte Bürgervorsteher Dieter Holst. Die Schülerinnen und Schüler bestimmten in dem Zeitraum von sechs Monaten selbst den Takt ihrer Aktivitäten. Er freue sich schon jetzt auf das fünfte Projekt dieser Art, das nach den Sommerferien gemeinsam mit den Fachlehrern für Wirtschaft und Politik angeboten werden soll.

Auch wenn es nicht ganz einfach scheint, junge Leute für die Kommunalpolitik zu interessieren, stecken der Bürgervorsteher und die Stadtvertreter aller Parteien nicht auf. Im Rahmen des Projektes besuchten die Schülerinnen und Schüler Eutins Bürgermeister Carsten Behnk oder auch die OHA-Redaktion, wo Redakteur Michael Kuhr ihnen das Verhältnis von Politik und den Medien erläuterte. Gestern wurden den jungen Leuten noch die Geschäftsfelder der Stadtwerke Eutin erläutert.

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