Zeitungs-Projekt für Jungwähler : Schüler wollen Dach für Haltestelle

Es kann Tischtennis gespielt und geklettert werden.
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Es kann Tischtennis gespielt und geklettert werden.

Die Plöner Regionalschule am Schiffsthal und der OHA starten das gemeinsame Projekt "Zeitung gibt Jungwählern eine Stimme".

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21. Februar 2013, 12:37 Uhr

Plön | Etwa 120 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der Regionalschule am Schiffsthal beteiligen sich am OHA-Projekt "Zeitung gibt Jungwählern eine Stimme". Das Projekt mündet am Donnerstag, dem 14. März, um 11 Uhr in einer Podiumsdiskussion mit Plöner Kommualpolitikern. Ziel ist es, Jungwählern die Bedeutung von Kommunalwahlen zu erläutern und sie für den Gang an die Wahlurnen zu interessieren.

In Plön beteiligen sich die Lehrkräfte Jörn Hinrichsen, Manfred Rose, Stefan Kuberski und Sabine Rißling mit den zehnten Klassen an dem Projekt im Unterrichtsfach "Wirtschaft und Politik". Die Schülerinnen und Schüler haben fast alle das 16. Lebensjahr erreicht und sind damit berechtigt, bei der anstehenden Kommunalwahl ihre Stimmen abzugeben.
Podiumsdiskussion mit Kommunalpolitikern

Hier setzt das Jugend-Projekt des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages an. Im Unterricht erklären OHA-Redakteure den Schülern die kommunalpolitischen Zusammenhänge und interessieren sie so für das politische Geschehen in ihrer direkten Umgebung. Dabei darf natürlich die tägliche Lektüre des OHA nicht fehlen.

Hier finden die Schüler jede Menge kommunalpolitischer Themen. Am Ende des Projektes steht am Donnerstag, dem 14. März, ab 11 Uhr eine Podiumsdiskussion in der Aula mit Schülern und bereits eingeladenen Vertretern aus der Plöner Kommunalpolitik. Sie wird moderiert von Konrektor Jörn Hinrichsen und OHA-Redakteur Michael Kuhr.
"Das nervt schon ziemlich krass"
Durch den Unterricht zieht sich dabei ein Thema wie ein roter Faden: Schulbus- und allgemeine Busverbindungen. "Morgens sind teilweise zu viele Fahrgäste in den überfüllten Bussen", bemängeln die Schüler. Und oftmals müssten sie nach Schulschluss zu lange auf die Schulbusse warten. Und dann stehen sie teilweise auch noch im Regen. Denn: An den Haltestellen der Schulbusse gebe es keine Überdachungen. "Das nervt schon ziemlich krass", klagte eine Schülerin. Nach OHA-Informationen muss die Stadt die Haltestelle für Schulbusse noch verlegen. Dafür wurde extra eine neue Haltestelle gebaut.

Hier scheint es aber offensichtlich noch Probleme mit dem Schulverband zu geben. Die Schüler kritisierten, dass es ohnehin sehr schwierig sei, aus den Dörfern um Plön herum nachmittags oder abends mit dem Öffentlichen Personennahverkehr in die Stadt oder wieder zurück ins Dorf zu fahren. So sei Niederkleveez nur über den Schulbus erschlossen. Daneben gebe es keine brauchbaren Verbindungen, erhoffen sie sich nun Hilfe aus der Kommunalpolitik. Für andere Routen aus den Dörfern nach Plön und zurück gilt: "Nach 19.30 Uhr ist so gut wie nichts mehr zu machen." Damit werde Plön für unter 18-Jährige ohne Auto unattraktiv.
"Die Kritik ist berechtigt"

Die Schülerinnen und Schüler der Regionalschule am Schiffsthal wünschen sich mehr Angebote in ihrer Freizeit: so könnte das Freibad auf der Prinzeninsel attraktiver gestaltet werden. In Plön fehle ein Jugendcafé, eine Disco oder eine kleine Bar für Jugendliche. Die nicht in Sportvereinen organisierten Jugendlichen hätten gern mehr freie Zeiten in den Plöner Sporthallen aber auch einen "Fußballkäfig" auf dem Schulhof, damit der Ball nicht immer so weit wegfliegt. Der Skaterpark an der Rodomstorschule müsse dringend mit neuen Belegen ausgestattet werden.

Doch auch für die Ausstattung der Schule gibt es Wünsche. Teilweise, so die Schüler, sind Toiletten und Klassenräume in einem erbärmlichen Zustand. Fenster in den Klassenräumen sind undicht, teilweise bröckelt der Putz von den Wänden. Die Klassenräume sind zu klein, Tische und Stühle zu alt.

Schulleiter Egbert Rüdiger Lamb stimmte den Schülern zu: "Die Kritik ist berechtigt. Die Toiletten im Trakt drei und vier werden noch in diesem Jahr renoviert." Das stehe bereits auf der Agenda. Dazu zähle auch die Renovierung der Klassenräume.

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