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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 17:30 Uhr

Schüler sammeln Erfahrungen an der Börse

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 10:45 Uhr

„Da spiele ich ein bischen ’rum und werde reich“ – ganz so einfach geht es dann doch nicht zu beim Börsenspiel zweier Eutiner Schulen. „Wichtig ist es, Risiken richtig einzuschätzen“, sagt Finn Schädlich, Schülersprecher der Johann-Heinrich-Voß-Schule. Zusammen mit seinem Amtskollegen Klaas Mielck vom Carl-Maria-von-Weber-Gymnasium hat Schädlich eine Kooperation der beiden Schulen angestoßen. Gemeinsam werden beide Oberstufen ab 16. Februar am Börsenspiel „Tradity“ teilnehmen.

Hinter dem Handeln mit Aktien und der Beschäftigung mit Wirtschaftsfragen steht ein spielerischer Wettbewerb. Das Börsenspiel – 2013 entwickelt von Niebüller Schülern – stattet dazu jeden teilnehmenden Schüler mit einem Datenzugang zur Frankfurter Börse und fiktiven 100  000 Euro aus. Wer dieses Geld durch Aktienhandel am besten vermehrt hat, hat die Chance auf eine ganze Reihe von Preisen, unter anderem ein Tablet-PC. Und der Eutiner Gewinner kann sich außerdem deutschlandweit mit anderen Schülern messen. Am 20. März endet das Spiel, am 22. März sollen die Sieger feststehen.

In den Oberstufen beider Schulen fand das Börsenspiel großen Anklang. Bereits 53 Anmeldungen kann Finn Schädlich schon vermelden.

Die Teilnahme am Börsenspiel sei freiwillig, sagt Schädlich. Ebenso, ob und wie die Lehrer das Ganze in den Unterricht einplanen. „Wir sind keine Anlageberater, aber Ansprechpartner für die Schüler“, sagt Stephan Kober, Lehrer für das Fach „Wirtschaft-Politik“. Im Unterricht werde das zum Börsenspiel passende Grundwissen vermittelt, so Kober: Was sind Dax-Unternehmen? Was machen Aktien? Fragen wie diesen, aber auch der Blick auf Europa als Wirtschaftsraum werde nachgegangen, so Kober. „Wer
diese Thematiken vertiefen möchte, kann das hier tun“, sagt Kober und weist auf das Börsenspiel hin.

„Börse ist ein komplexes Thema“, sagt Schädlich, der – wie andere – bereits vor dem offiziellen Starttermin des Börsenspiels schon mal zu Testzwecken mit dem fiktiven Geld jonglierte. Und erkennen musste, dass die Kurse seiner Käufe am nächsten Morgen schon gefallen waren. „Da bekommt man Verständnis für die Banker, die sich verspekuliert haben“, sagt Schädlich.

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