Schüler erkennen jetzt die Gefahren des „Toten Winkels“

Obwohl rechts neben dem Lkw ihre Mitschüler stehen, können die beiden Jungen als „Lkw-Fahrer“ sie nicht im Seitenspiegel entdecken. Sie standen im „Toten Winkel“.
Foto:
Obwohl rechts neben dem Lkw ihre Mitschüler stehen, können die beiden Jungen als „Lkw-Fahrer“ sie nicht im Seitenspiegel entdecken. Sie standen im „Toten Winkel“.

Aktion der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein am Plöner Schulzentrum am Schiffsthal

von
21. August 2013, 00:32 Uhr

In die Lage eines Lkw-Fahrers versetzten sich gestern Schülerinnen und Schüler der Regionalschule am Schiffsthal. Dabei erkannten sie auch den für alle Verkehrsteilnehmer so gefährlichen „Toten Winkel“.

Ein „Toter Winkel“ ist im Straßenverkehr der von Fahrzeugführern innerhalb geschlossener Fahrzeuge trotz Rückspiegeln nicht einsehbare Bereich seitlich des Fahrzeuges aber auch vor und hinter dem Fahrzeug. „Und genau da steht ihr auf dem Weg zur Schule mit euren Fahrrädern“, wusste Dieter Seifert. Der 75-jährige Preetzer kommt eigentlich aus dem Fachbereich Dachdeckerei/Klempnerei und ist im Rentenalter seit zwei Jahren zum „Tote-Winkel-Fachmann“ der Landesverkehrswacht avanciert.

Seifert läuft mit den Kindern um den von einer Fahrschule zur Verfügung gestellten Lkw herum und zeigt ihnen die Gefahrenstellen und vor allen Dingen den „Toten Winkel“. Besonders Fahrer von Lkw aber auch Bussen und Motorrädern haben einen nur eingeschränkten Sichtradius. Besonders wenn sie nach rechts abbiegen übersehen sie oft Radfahrer. „Und wenn die auch noch ohne Helm und mit Ohrhörern und lauter Musik in den Ohren fahren, dann ist es besonders gefährlich“, sagte Dieter Seifert, der die Aktion gemeinsam mit Claudia Gusovius anbot. Die Lehrerin ist Beauftragte für Verkehrserziehung am Förderzentrum.

Besonders gefährtlich bei Unfällen sei es, dass die geschädigten Verkehrsteilnehmer von der Seite des Lkw angefahren werden und so schnell unter die Räder geraten können. Seifert unterrichtete in dieser Staffel bisher knapp 600 Schüler in Lütjenburg und Plön in den Klassenstufen fünf bis zehn.

„Das ist eine wichtige Aktion“, sagte Plöns neue Schiffsthal-Schulleiterin Ellen Gruhn. Kinder seien oft sehr unbedarft. Doch die Unterweisung sei auch immer wieder eine Mahnung an die Erwachsenen. Sie dankte allen Sponsoren für die Leihgabe der Lkw.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen