Schüler entdecken Europa

Dagmar Will-Schmütz von AFS informiert Schülerinnen über die Möglichkeiten, ins Ausland zu reisen.
Dagmar Will-Schmütz von AFS informiert Schülerinnen über die Möglichkeiten, ins Ausland zu reisen.

Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Eutin informiert über Auslandsaufenthalte

shz.de von
06. November 2018, 09:46 Uhr

Viele Möglichkeiten haben Schüler und Auszubildende, um Europa kennen zu lernen. Ob Auslandspraktikum während der Lehre oder „Work & Travel“ – auf der Europamesse der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin hatten die Schüler aller Bildungsgänge die Chance sich über verschiedene Projekte zu informieren.

„Wir garantieren jedem Schüler, der hier an die Schule kommt, dass es kein ,Nein‘ gibt“, sagte Gerald Schlüter, Koordinator der Messe. Er fügte hinzu: „Unter gewissen Umständen.“ Denn die Schüler der Berufsfachschule I und III, die ein Auslandspraktikum absolvieren wollen, müssen gute Englischkenntnisse (mindestens eine drei) und ein makelloses Verhalten in der Schule vorweisen. „Wer sich hier nicht benimmt, der benimmt sich auch im Ausland nicht gut“, erklärte Schlüter. In seinem Vortrag über das Auslandspraktikum in Tschechien in der Stadt Kolin, dass im März ansteht, warnt Schlüter die Schüler, den Auslandsaufenthalt „nicht mit Urlaub zu verwechseln“. „Da scheint nicht nur die Sonne im Praktikum, aber es ist eine wertvolle Erfahrung“, sagte Schlüter. Die Schule übernimmt für die Reise alle Kosten. Bei Verstößen droht den Schülern jedoch die Rückzahlung der Fördermittel und der kostenpflichtige Rücktransport.

Die Nachfrage nach einem Auslandspraktikum übersteige deutlich die Nachfrage, sagte der Koordinator. Letzendlich entscheidet die Klassenlehrerin, wer durch sein „vorbildliches Verhalten und hohe soziale Kompetenz“ für ein Praktikum im Ausland in Frage kommt.

Bei den Auszubildenden der Beruflichen Schule in Eutin sieht die Situation dagegen anders aus: Von den rund 1500 Lehrlingen gehen pro Jahr nur fünf bis zehn auf Exkursion ins Ausland. „Die jungen Leute sind nicht so reiselustig, dass ist schwierig nachzuvollziehen“, sagte Schlüter. Ab dem zweiten Lehrjahr darf jeder Auszubildende für drei Wochen ins Ausland. Schwierig sei es, die Betriebe zu überzeugen, dass das eine gute Sache sei, sagte Schlüter. Sie müssten den Lehrling von der Arbeit freistellen, in aber trotzdem bezahlen. Patricia Ortin-Krause von der Handelskammer Lübeck sieht das Praktikum für Lehrlinge als Bereicherung für die Betriebe: „Die Lehrlinge erweitern ihre Fachkenntnisse, lernen neue Arbeitstechniken und entwickeln ihre Persönlichkeit weiter.“

Neben den Programmen der Handelskammer Lübeck und der Berufsschule konnten sich die Schüler auch bei anderen Anbietern von Austauschprogrammen, wie Kultur Life, AFS, AIFS, die WAK Kiel, informieren. Erstmalig waren in diesem Jahr auch der Landesjugendring und die Europa-Union Schleswig-Holstein mit einem Stand vertreten.

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