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Eutin : Schüler engagieren sich für Erdbeben-Opfer in Haiti

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Teil der Oberstufe des Eutiner Weber-Gymnasiums spendet für sauberes Trinkwasser

Als sich Anfang 2010 auf Haiti eines der verheerendsten Erdbeben des 21. Jahrhunderts ereignete, richteten sich die Augen der Welt auf den Inselstaat in der Karibik. Zahllose Staaten und Hilfsorganisationen kamen, um den Opfern zu helfen. Mit einer Stärke von Sieben auf der Momenten-Magnituden-Skala – das entspricht etwa 475 000 Tonnen TNT – war das Beben zwar nicht einmal unter den zehn stärksten von 2010; die katastrophale Wirkung rührte jedoch daher, dass sich die zerstörerische Kraft hauptsächlich an der Oberfläche entfaltete.

Bis heute hat sich Haiti, das laut den Vereinigten Nationen das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ist, nicht von den Folgen des Erbebens erholen können und ist nach wie vor weitgehend auf Hilfe von außen angewiesen. Der Wiederaufbau wird durch die zerstörte Infrastruktur, das mangelhafte Gesundheitswesen und vor allem die andauernde Knappheit von Medikamenten und sauberem Trinkwasser verhindert.

Letzteres ist ein Problem, dem sich auch die Schüler der Q1b (12. Jahrgang) am Carl-Maria-von-Weber Gymnasium widmeten. Nachdem sie von Lehrer Marco Kontschak im Rahmen des Spanisch-Unterrichts dazu angeregt worden war, diskutierte die Klasse darüber, was sie machen könnte, um zu helfen.


Kuchen und Paella verkauft, um Spenden zu sammeln


Am Ende einigten sich die Schüler darauf, den Aufbau der Trinkwasserversorgung in Haiti zu unterstützen. Über Caritas Internationalis, eine Organisation, die humanitäre Hilfe in vielen der weltweiten Katastrophen- und Krisengebiete leistet, spendete die Q1b insgesamt 200 Euro. Der Großteil des Geldes wurde in einem Zeitraum von drei Monaten durch Verkauf von Kuchen und Paella gesammelt. Paella das bekannte spanische Reisgericht, das von der Klasse auf dem jährlichen Europäischen Vormittag der Schule verkauft wurde. Auch der Kuchen wurde selbst gebacken und in den Schul-Pausen verkauft, wobei die Organisation komplett von den Schülern ausgeführt wurde. Die Kampagne wurde auch von anderen, wie etwa dem Eutiner Café Markt 17, unterstützt und letztendlich wurde der Betrag von Marco Kontschak aufgerundet.

Wie die Schülerinnen Lara Rapp, Charlotte Linse und Amrei Dähling berichteten, hat die lange Aktion sehr viel Spaß gemacht und sie hoffen, dass sie folgende Klassen dazu anregen wird, ähnliches zu unternehmen. Sicher ist zumindest, dass der Wasserspeicher und die Pumpen, die von dem Geld unterstützt werden, den Opfern des Bebens in Haiti helfen werden.

Und noch etwas haben die Schüler erreicht: Sie haben das Erdbeben von 2010 zurück in unser Gedächtnis geholt.

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erstellt am 24.Sep.2014 | 11:14 Uhr

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