Preetz : Schüler blicken in die Welt der Berufe

Alle  Teilnehmer des Projektes sind mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden.
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Alle Teilnehmer des Projektes sind mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden.

Mit einem "Werkstattunterricht" werden die Schüler der 8. Klassen in Preetz auf das Berufsleben vorbereitet.

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22. Februar 2012, 11:11 Uhr

Preetz | Dabei ermöglichen die Wilhelminen-Schule und die Pestalozzi-Schule in Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum des Kreises Plön (BBZ) den Schülern, in einem wöchentlichen Werkstatt-Unterricht ihre persönlichen Neigungen zu entdecken. Im zweiten Jahr des gemeinsamen Projektes nehmen mit Unterstützung des Bildungsministeriums 70 Schüler teil.

Dabei sitzen die Schüler, die Lehrer aber auch die Vertreter der Kreishandwerkerschaft, der Berufsberatung und der Schulrat des Kreises Plön in einem Boot. Sie möchten das Projekt fortführen und optimieren. Die beteiligten Jugendlichen lernen dabei die Arbeitswelt in den Gewerken Hauswirtschaft und Gastronomie, Lager und Handel, Bau/Zimmerei und Holztechnik kennen.
Schüler entschieden sich entsprechend ihrer Neigung für ein Berufsfeld

Zu Beginn des Schuljahres haben sich die Schüler entsprechend ihrer Neigung für ein Berufsfeld entschieden, für das sie einmal wöchentlich Werkstattunterricht in den Werkstätten des BBZ erhalten. Die Schüler verteilen sich in Kleingruppen von sechs bis sieben Teilnehmern. "Der Werkstattunterricht läuft bislang sehr positiv", freut sich der kommissarische Schulleiter der Wilhelminen-Schule, Matthias Esch: "Die Schüler freuen sich auf ihren Praxistag, kommen pünktlich an ihre Arbeitsplätze und gehen hoch motiviert zu Werke."

Viele Arbeitsschritte wie messen, planen und rechnen werden mit den aktuellen Lerninhalten verbunden und schaffen so die notwendige Anschauung für den schulischen Fachunterricht. Die Jugendlichen fertigen an jedem Werkstattunterrichtstag ein Tagesprotokoll für ihre Portfoliomappe an und setzen sich so auch schriftlich mit dem "Ausflug in die Arbeitswelt" auseinander. Esch: "Sie formulieren ihre Erwartungen und reflektieren das Geleistete." In den einzelnen Berufsbereichen bekommen die Schüler nach dem Unterricht Rückmeldungen - unter anderen über ihr Arbeitsverhalten, ihre Selbstwahrnehmung aber auch Verbesserungsmöglichkeiten. Stolz wird in den Pausen über eigene Fähigkeiten berichtet, gebaute Mauern bestaunt, Werkstücke erklärt oder selbstgebackene Pizzabrötchen verteilt.

Bereits nach dem ersten Schulhalbjahr stand fest, dass den Schülern die Berufswelt durch den kontinuierlichen Werkstattunterricht ins Bewusstsein gerückt ist. Matthias Esch staunt: "Das Interesse an einer praktischen Tätigkeit wurde geweckt. Das differenzierte Lernen und die individuelle Betreuung hat jeden Einzelnen zu eigenen Stärken geführt und Spaß an der Arbeit vermittelt." In Partnerarbeit und Gruppensituationen wechselten die Rollen und eher unbeachtete Schüler wurden zu wichtigen Impulsgebern. Deutlich zeigte sich die Entwicklung jedes Einzelnen auch bei der Auswahl der Praktikumsstellen. Neigung und Können beeinflussten die Entscheidung mehr , als Wohnortnähe, Bequemlichkeit und zu erwartende Belohnung.

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