Schrecken der Schnecken

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24. Juni 2016, 12:58 Uhr

Früher war mehr Lametta. So brachte es Loriot für mich einst unübertroffen auf den Punkt, wenn die Kindheitserinnerungen nicht mehr mit der Wirklichkeit übereinstimmten. Zumindest in meiner Kindheit gab es eindeutig mehr Lametta. Ein halbes Jahr nach Weihnachten, zum Sommeranfang, gab es aber auch eindeutig weniger Schnecken.

Sobald es regnet, scheint Asphalt auf die Kriechtiere einen unwiderstehlichen Reiz auszuüben – zu ihrem Verderben. Kommt dann die Sonne zum Vorschein, wird der Bodenbelag schnell zum tödlichen Schrecken der Schnecken. Überall sieht man dann verendete Tiere herumliegen. Neulich war der Radweg zwischen Eutin und Malente so voll mit dahingesiechten Schnecken, dass man ihnen kaum noch ausweichen konnte.

Mir persönlich tun die Tiere ja leid, auch wenn es sich bei den meisten von ihnen um die spanische Wegschnecke zu handeln scheint und diese eingeschleppte Art als große Plage gilt. Aber dafür können die Schnecken ja nichts. Da hatte sicher der Mensch mal wieder seine Finger im Spiel.

Bernd Schröder

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