zur Navigation springen

Bad Schwartau : „Schon mehr erreicht als gedacht“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Aus Sicht der Lebenshilfe Ostholstein ist ihr Projekt „Ostholstein erlebbar für alle“ für Inklusion und Barrierefreiheit gut angelaufen.

Eine positive Zwischenbilanz hat die Lebenshilfe Ostholstein für ihr Projekt „Ostholstein erlebbar für alle – bereit für Inklusion und Barrierefreiheit“ gezogen. „Wir haben in dieser relativ kurzen Zeit schon mehr erreicht, als wir gedacht hatten“, erklärte Lebenshilfe-Vorstand Susanne Voß. Das gegründete Netzwerk etabliere sich, und in der Steuerungsgruppe entstünden immer wieder neue Ideen, wie das Thema weiter vorangebracht werden könne. Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt war im Januar 2014 gestartet, um besonders Stadt- und Gemeindevertreter für die Themen Barrierefreiheit und Inklusion zu sensibilisieren.

„Wir haben in Ostholstein innovative Gemeinden, von denen einige schon angefangen haben, Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung umzusetzen“, erklärte Projektleiterin Lena Middendorf bei einem Treffen der Steuerungsgruppe. Dieser gehören Vertreter der Aktivregion Wagrien-Fehmarn, des Beirats für Menschen mit Behinderung Ostholstein, des GÖH (Gesundheitsnetz östliches Holstein GmbH), der Fachschule für Sozialpädagogik Lensahn, der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash) sowie der Städte und Gemeinden Oldenburg, Ratekau, Heiligenhafen, Timmendorfer Strand und Bosau an. Die genannten Orte kooperieren mit dem Projekt, um Schritte in Richtung Barrierefreiheit zu gehen.

Zentraler Bestandteil des Projektes sind die Fachleute für Barrierefreiheit – eine Gruppe von 15 Ehrenamtlichen, die Städte und Gemeinden vor Ort in Fragen der Barrierefreiheit beraten sollen und bereits bei vier Workshops für ihre Aufgabe qualifiziert wurden. Ein neues Element kam am vergangenen Wochenende hinzu: Paul Cromwell schulte die Gruppe in „Communitiy Organizing“, einer Methode, die in den USA entwickelt wurde, um bürgerschaftliches Engagement zu stärken.

Weiterer Aktivitäten sind in Arbeit: zum Beispiel eine Ausbildung zum Qualitätscoach in Kooperation mit der Fachhochschule Westküste. Der Zertifikatskurs für Führungskräfte aus der Gastronomie wurde um den Baustein „Barrierefreier Service“ ergänzt (Informationen hierzu auch unter www. servicequalitaet-sh.de).

Im ersten Quartal 2015 wird in Oldenburg eine Veranstaltung zum Thema „Barrierefreies Wohnen“ stattfinden. Ein Volkshochschul-Seminar zur inklusiven Erwachsenenbildung soll ebenso folgen wie die Ausstellung „Perspektivenwechsel“ in Heiligenhafen mit Fotos aus der Perspektive einer Rollstuhlfahrerin. Außerdem stehen Veranstaltungen in Eutin zum Thema „Landesgartenschau erlebbar für alle“ auf dem Programm.

Und nicht zuletzt ist für das kommende Jahr eine Kampagne mit dem Arbeitstitel „Ostholstein ist inklusiv – ich bin dabei!“ geplant. Weitere Ideen sind willkommen. Informationen und Kontakt finden sich im Internet.

www.ostholstein-fuer-alle.de


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen