Straßensanierung : Schönwaldes "Kernwege"

Die Gemeinde Schönwalde will auf lange Sicht die hohen Kosten reduzieren, die sie für die Unterhaltung ihres rund 50 km langen Wegenetzes tragen muss.

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07. April 2011, 11:09 Uhr

schönwalde | Ein wichtiger Schritt dazu ist die jüngst beschlossene Ausweisung so genannter Kernwege: Sie sollen künftig Vorrang bei den Unterhaltungsmaßnahmen haben.

Nach einer interfraktionellen Beratung haben die Schönwalder Gemeindevertreter einstimmig die fünf Straßenzüge festgelegt. Als "Kernwege" im Gemeindegebiet gelten nun folgende Verbindungen: von der Landesstraße 216 (Milchstraße) über Kamp und Langenhagen nach Rethwisch; von der Milchstraße über Stolperhufen, Hobstin und Vogelsang in Richtung Wahrendorf; von Stolperhufe in Richtung Stolpe; von der L 216 bei Mönchneversdorf in Richtung Bungsberghof bis zur Gemeindegrenze Kasseedorf sowie der Kirchnücheler Weg in Mönchneversdorf nach Hassberg.

Allerdings rechnen die Gemeindevertreter nicht mit einem schnellen Erfolg beim Kostenabbau. Denn mangels Geld ist in den vergangenen Jahren zumeist nur das Allernötigste an den Wegen repariert worden; als zusätzliche Aufgabenlast ist eine neue Oberflächenentwässerung für die Straßen in Sicht.

Für dieses Jahr plant die Gemeinde mit 97 000 Euro Aufwand für die Unterhaltung ihrer Wege, 20 000 Euro mehr als in den Vorjahren . In den Folgejahren soll, so die Absicht, der Ansatz wieder auf 77 000 Euro zurückgefahren werden.

Insgesamt bleibt die Finanzlage in Schönwalde besorgniserregend hoch drei. Erneut reichen die Einnahmen bei weitem nicht aus, um daraus die fälligen Ausgaben begleichen zu können. Bei rund 3,6 Millionen Euro Gesamtausgaben für Routineaufgaben und Investitionen summiert sich das kalkulierte Defizit auf rund 350 000 Euro. Zugleich sollen Kredite in Höhe von über einer halben Million Euro aufgenommen werden.

Zu sparen gebe es angesichts der roten Zahlen in dem Etat nichts Nennenswertes mehr, befand Bürgermeister Hans-Alfred Plötner. Dennoch komme man mit dem neuen Haushalt "so einigermaßen über die Runden". Für 2012 aber werde bei Steuererhöhungen "etwas auf uns zukommen."

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