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Schönwalder SPD stimmt gegen Tourismuszentrale

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Erneut bezieht die Schönwalder SPD Stellung gegen eine Mitgliedschaft in der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS). In einer Sitzung des Sozialausschusses am Mittwoch verwehrten vier SPD-Mitglieder die Zustimmung zur Änderung des Vertrages mit der TZHS. Da ein Mitglied der CDU fehlte, wird die endgültige Entscheidung am 14. März in der Gemeindevertretung fallen, in der die CDU eine Stimme Mehrheit hat.

Bei der Änderung handelt es sich um eine Formalie. Mehrheitlich hatte die Gemeinde am 16. Juni 2015 die Betrauung der TZHS mit der Wahrnehmung der allgemeinen wirtschaftlichen Interessen im Tourismus beschlossen. Dieser Betrauungsakt ist seit 1. August 2015 wirksam. Nach einer Anpassung der TZHS-Satzung sollten nun auch die Verträge mit den Gemeinden angepasst werden. TZHS und Verwaltung bestätigen dem OHA, dass eine Verweigerung der Vertragsänderung nichts an der Verbindlichkeit des Betrauungsaktes ändere. Dies bezweifelte die SPD in der Sitzung, ohne dass die stellvertretende Ausschussvorsitzende Angela Hüttmann konkret wurde: „Die Änderungen gehen über reine redaktionelle Änderungen hinaus.“ Nachdem Harry Linder (CDU) fragte, warum man den Dissens nicht im Vorwege artikuliert habe, wurde Bärbel Seehusen (SPD) konkreter: Über den Tourismus in Schönwalde müsse noch einmal in Gänze gesprochen werden. Dazu gehöre neben dem Skilift auch die Mitgliedschaft in der TZHS, die angesichts von nur noch zwei Restaurants und weniger privater Vermieter zu diskutieren sei. Auch die vom Gemeindebeirat beantragte neue Intersetseite der Gemeinde gehöre dazu.

Der Finanzausschuss hatte zwei Tage zuvor über 11  700 Euro für die Programmierung und künftig 2200 Euro jährlichen für den Betrieb der Seite gesprochen. Eine interfraktionelle Beratung soll bis zur Sitzung der Gemeindevertretung erfolgen.

Seehusen sprach von möglichen Einsparungen für die Gemeinde, wenn auch der Tourismus künftig durch den Gemeindebeirat über diese Homepage beworben werde statt durch die TZHS. Wolfgang Krahl (CDU) warnte, dass Schönwalde durch den Ausstieg aus der TZHS von Fördermitteln für den Tourismus abgeschnitten würde.

TZSH-Geschäftsführerin Caroline Backmann reagierte auf die Entwicklung in Schönwalde, sie könne keine Gründe für eine neue Diskussion um die Mitgliedschaft erkennen: „Die Zusammenarbeit mit dem Gemeindebeirat läuft hervorragend. Sie ist geradezu exemplarisch.“ Mit den kreativen Kräften vor Ort und der Entwicklung neuer Veranstaltungen, gepaart mit der strategischen touristischen Ausrichtung der Region und dem professionellen Marketing durch die Tourismuszentrale sei man auf dem richtigen Weg.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 18:50 Uhr

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