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Schönwalder Kinder stürmen ihren Elisabethturm

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rund 190 Kinder der Friedrich-Hiller-Schule in Schönwalde nahmen gestern „ihren“ Elisabethturm auf dem Bungsberg in Augenschein. Als Dankeschön dafür, dass sie die bunten Fenster des Bauwerks entworfen haben, durften sie auf den noch gesperrten Turm.

„Das da ist mein Fenster!“ – Ausrufe wie diese waren gestern nicht selten zu hören. Denn als Dankeschön dafür, dass sie die Fenster für den Elisabeth-Turm gestaltet haben, hat die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) die 186 Schüler der Friedrich-Hiller-Schule inklusiver Lehrer und einiger Eltern auf den Bungsberg eingeladen. Für die sieben Schulklassen gab es eine Ausnahme: Alle durften den Turm gruppenweise besteigen. Denn eigentlich ist das Gebäude noch gesperrt, da die Antennen des Katastrophenschutzes auf der Aussichtsplattform noch nicht abgebaut sind. Das solle noch in diesem Jahr geschehen, kündigte Architekt Torsten Ewers an. Für alle zugänglich sein soll der 22 Meter hohe Turm jedoch erst ab 2018.

Das für rund 330  000 Euro frisch restaurierte Gebäude (wir berichteten) hatte es den Kindern gestern angetan. „Für viele ist das der Rapunzelturm“, sagte Schulleiterin Doris Jürs. Jedes Mädchen träume davon, von der Aussichtsplattform des Turms einmal ihr Haar herabzulassen – so, wie es Rapunzel einst im Märchen tat.

„Turmwächter“ Sebastian Schacht befeuerte die Fantasie der Kinder, indem er die Wartezeit der Kinder vor der Turmbesteigung mit der Geschichte einer Prinzessin überbrückte, die im Turm wohnt. Den Schülern gefiel’s. „Der Turm lädt einfach zum Träumen ein“, sagte der pädagogische Leiter des Erlebnis Bungsbergs, der den Kindern neben der Märchenfigur aber auch die reale Geschichte des Turmes nahe brachte.

Auch Bettina Hagedorn, langjährige Kämpferin für den Erhalt des Turmes auf dem Bungsberg, Dr. Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Stiftung Ostholstein, sowie Landrat Reinhard Sager und Hans-Alfred Plötner, Bürgermeister der Gemeinde Schönwalde, lauschten gestern bei ihrem Besuch interessiert den Berichten des Turmwächters – und bewunderten erneut die Farbenpracht der Fenster. „Die geben dem Turm jetzt eine ganz besondere neue Note“, sagte Hagedorn. Geht es nach der Initiatorin des Fenster-Schülerwettbewerbs soll der Elisabethturm wieder „als Bindeglied der Generationen dienen und zu gemeinsamen Besuchen genutzt werden“, sagte Hagedorn.

Doch bevor es soweit ist, gibt es nochmals Bauarbeiten am Turm. Denn die Außenanlagen fehlen noch. Zurzeit führen nur Trampelpfade hinauf zum Eingang des Elisabethturms. „Demnächst“, so Architekt Ewers, sollen die Bauarbeiten für die geplante Treppenanlage starten. Während einige der 30 farbigen Fenster bereits mit LED-Technik von innen beleuchtet werden können, soll auch der Turm von außen später einmal eindrucksvoll illuminiert werden können, so Ewers. „Die Aufmerksamkeit braucht der Turm eigentlich nicht, aber er soll ja auch im richtigen Licht erstrahlen“, sagt Ewers.

Und noch eines fehlt: Neben einer Infotafel am Eingang sollen auch alle Kinder, deren Entwürfe für die Fenster verwirklicht wurden, namentlich auf einer Tafel erwähnt werden.

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erstellt am 12.Jul.2017 | 17:47 Uhr

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