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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 03:56 Uhr

Schönwalde zögert bei der Aktivregion

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kosten und Nutzen einer weiteren Mitgliedschaft sollen errechnet werden

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2014 | 18:15 Uhr

Der Finanzausschuss der Gemeinde Schönwalde beschloss vergangene Woche, den Kauf einer Wärmebildkamera für die Feuerwehren der Gemeinde zu ermöglichen. Nach einem Spendenaufruf durch die Ortswehr Mönchneversdorf sind bereits 1050 Euro zusammengekommen. Weitere 1000 Euro kündigte Ortswehrführer Tim Hamann während der Sitzung an. 4000 Euro standen im Haushalt 2013 und waren bislang von den vier Wehren nicht abgerufen worden. Einstimmig beschloss der Ausschuss die Übertragung der Haushaltsmittel ins laufende Jahr. Stationiert werden soll die Kamera in Mönchneversdorf oder Schönwalde, da die Wehren bei jedem Brand im Gemeindegebiet alarmiert werden.

Weniger entscheidungsfreudig waren die Ausschussmitglieder bei der künftigen Beteiligung an der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz. Die Wiederbelebung des Bungsbergs, der als Leuchtturmprojekt der auslaufenden Förderperiode mit 750 000 Euro aus Mitteln der Aktivregion gefördert wurde, ist abgeschlossen. Nun hat die Gemeinde bis 30. September Zeit, über die Beteiligung an der Entwicklungsstrategie für die Jahre 2015 bis 2023 zu entscheiden.

Durch die Bereitstellung von jährlich 3100 Euro Kofinanzierungsmitteln für die Erarbeitung der Strategie der Aktivregion würde sich die Gemeinde die Chance auf weitere europäische Fördermittel für öffentliche und private Projektträger innerhalb der Gemeinde sichern. Im Ausschuss gab es die mehrheitliche Meinung vor, dass man den Sinn der Mitgliedschaft in der Aktivregion zunächst auf den Prüfstand stellen sollte. Ähnlich hatte der Sozialausschuss Tage zuvor über die Mitgliedschaften in Tourismusverbänden entschieden. Die endgültige Entscheidung für oder gegen die Aktivregion soll am 23. September in der Sitzung der Gemeindevertretung fallen.

Den Beschluss zur vorgestellten Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2010 vertagte der Ausschuss sogar auf den 10. Dezember. Die Zeit bis zur letzten Sitzung des Jahres soll die Verwaltung nutzen, um an Hand von simulierten Jahresabschlüssen die Entwicklung der Gemeindefinanzen bis ins laufende Jahr zu prognostizieren.

Nachdem Kämmerer Christian Drews für 2010 einen positiven Jahresabschluss in Aussicht gestellt hatte, wollte kein Ausschussmitglied mehr über die für Fehlbedarfszuweisungen vom Land geforderte Erhöhung der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer sprechen. Wenn man keine Zuweisung brauche, müsse man auch keine Steuern erhöhen, war die einhellige Meinung.

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