Schönwalde will wieder Spitze sein

Doris Jürs
Doris Jürs

Schulleiterin sieht gute Chancen auf den Titel „Beste Schule“ nach 40 Jahren

von
15. Juni 2014, 17:02 Uhr

Es war fast eine 100-Tage-Bilanz, die Doris Jürs vergangene Woche dem Schulverband Bungsberg vorlegte. Wie beim Dienstantritt im Februar angekündigt, machte die neue Rektorin der Friedrich-Hiller-Schule eine ausgiebige Bestandsanalyse. Diese stimme sie zuversichtlich, dass die Schule in den kommenden vier Jahren wieder zur besten Schule im Land werden könne – was die damalige Grund- und Hauptschule bei ihrer Eröffnung 1974 war.

Viele Grundlagen für eine Schule als Lebens- und Lernort seien da. Die Grenzen zwischen Grundschule und offener Ganztagsschule (OGS) zum Beispiel seien fließend. Der Nachmittag erinnere an skandinavische Schulmodelle und werde von vielen Eltern als modern empfunden, so Jürs. Dies sei vor allem Susanne Frenke zu verdanken, die Schulsozialarbeit und OGS-Angebot organisiere.

Stolz sei man auf die ausgebildeten Streitschlichter in allen vier Klassenstufen. Die Anstrengungen, den Schulwald während der Pausen wieder zugänglich zu machen, hätten sich ebenfalls bezahlt gemacht. Viele solcher kleiner Dinge trügen zu einem guten Klima zwischen Schülern, Lehrern und Eltern bei.

Ein gutes Zeugnis stellte die Rektorin den Pädagogen und der Ausstattung mit Lehrmaterial aus. Auch der zuständige Schulrat Man-fred Meyer scheint dies so
zu sehen: Er habe die Friedrich-Hiller-Schule der Universität Kiel empfohlen.
Dessen Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik wird Schönwalde
beim Projekt „Niemanden zurücklassen – Mathe macht stark“ wissenschaftlich begleiten.

Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein entwickelt seit knapp einem Jahr an 100 Schulen ein Konzept zur Förderung der mathematischen Kompetenzen bei Grundschülern. Doris Jürs ist Mitglied des Projektteams für Deutsch und Mathe.

Den Schulverbandsvertretern präsentierte Jürs vier Investitionsmaßnahmen, mit denen das Gebäude für einen modernen Schulbetrieb fit gemacht werden könnte. Mit dem Außengelände und dem behindertengerechten Umbau seien wichtige Schritte bereits getan. Was noch fehle: Sanierung der Toilettenanlagen und Austausch des Mobiliars. Beides sei 40 Jahre alt. Dazu komme eine zeitgemäße Ausstattung des PC-Raumes – ein Projekt, dem sich der Schulverein bereits angenommen habe.

Mit Blick auf die starke Schülerzahl der kommenden 1. Klasse hatte Jürs zudem für drei Klassenräume einen Durchbruch zum Nachbarraum beantragt, um dort einen Rückzugsraum zu haben, der dennoch in der Aufsicht des Lehrers liege. Den dafür notwendigen 1500 Euro stimmte der Schulverband ohne Gegenstimme zu. Geld für Mobiliar und Toiletten sollen schon 2015 im Etat stehen.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen