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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 23:18 Uhr

Schönwalde plant einen neuen Supermarkt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bauausschuss empfiehlt Änderung des Bebauungsplanes und will dadurch auch die Voraussetzungen für ein kleines neues Baugebiet im Ortskern schaffen

von
erstellt am 28.Aug.2014 | 11:13 Uhr

Ein neues Baugebiet im Ortskern und ein neuer Supermarkt nur 500 Meter entfernt vom bestehenden Edeka-Markt. Diese Aussichten bestehen in den nächsten Jahren für Schönwalde. Der Bauausschuss empfahl der Gemeindevertretung in seiner Sitzung einstimmig den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes 21. Der sah bislang den Bau von altersgerechten Wohnungen vor. Ein Investor hatte jedoch sein Interesse zurückgezogen. Seither ist die Gemeinde bemüht, das von ihr erworbene Gelände an private Interessenten zur Wohnbebauung zu verkaufen. Die Ansiedlung eines Supermarktes dort steht nach Auskunft von Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (CDU) nicht mehr zur Diskussion. In einem Ortstermin habe sich ein Standort an der Milchstraße in der Nähe des Seniorenheimes als besser erwiesen.

Dort hatte die Gemeinde in der Vergangenheit bereits Planungen in Verbindung mit einer Stichstraße zur Erschließung begonnen. Diese Pläne standen am Dienstag zwar nicht auf der Tagesordnung, die Ausschussmitglieder äußerten sich jedoch alle positiv zum Standort und waren sich einig, den entsprechenden B-Plan in der nächsten Sitzung behandeln zu wollen.

Um die derzeit vier potenziellen Grundstückskäufer für das Baugebiet zwischen Bergfelder Straße und Am Lachsbach nicht länger warten zu lassen, will die Gemeinde die Erschließung selbst vornehmen. Eine Finanzierung über Kredite sei nicht nur aufgrund des günstigen Zinsniveaus sinnvoll. Durch die ersten Grundstücksverkäufe könne die Gemeinde auch Teile der Ausgaben für den Kauf des Areals refinanzieren, sagte Wolfgang Krahl (CDU). Der Vorsitzende des Finanzausschusses nannte es auch unrealistisch, einen Bauträger für die Erschließung und Vermarktung zu finden. Die Entscheidung über das Planungsbüro vertagte der Ausschuss, da nur ein Angebot für die Ingenieurleistungen vorlag. Hier soll die Verwaltung bis zur Sitzung der Gemeindevertretung nachbessern.

Weitere Hinweise kamen von Peter Seehusen (SPD) und Michael Schumacher (CDU). Die bislang angesetzten Grundstückgrößen von 800 Quadratmetern erschienen beiden zu groß. 500 Quadratmeter seien besser zu vermarkten. Schumacher regte an, bei der Aufteilung auch den Bau von Doppelhäusern vorzusehen. Ansonsten sollten die Vorgaben an Gestaltung und Ausstattung der Häuser möglichst gering gehalten werden. Bei der Vermarktung des Baugebietes schlug er Gespräche mit den beiden örtlichen Kreditinstituten sowie den potenziellen Bauherren vor. Zuvor müsse jedoch eine grobe Kalkulation des Quadratmeterpreises vorliegen. Angesichts noch freier Bauplätze in den umliegenden Gemeinden dürfe es in Schönwalde nicht zu teuer sein.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Zustand der Straße von der L216 bei Mönchneversdorf bis zur Auffahrt zum Bungsberg. Ein Angebot über 35 000 Euro für eine neue Deckschicht auf den wenigen hundert Metern war bereits einmal auf einen Zeitpunkt nach den Bauarbeiten auf dem Bungsberg vertagt worden. Angesichts von 30 000 Euro Kosten für Asphaltierungsarbeiten der Gemeinde in diesem Jahr erschienen dem Ausschussvorsitzenden Joachim Krüger (SPD) die Kosten für eine vollflächige Reparatur zu hoch. Er plädierte für einen Vollausbau mit Anliegerbeiträgen. Am Ende war man sich einig, dass weiterhin nur die Schlaglöcher geflickt werden sollen. Eine unebene Fahrbahn bewirke auch eine Verkehrsberuhigung.

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