Schönwalde: Kein Interesse an Neubaugebiet?

Ein Neubaugebiet mit elf Grundstücken in zentraler Lage will die Gemeinde Schönwalde selbst erschließen. Noch fehlen vier Interessenten für den Planungsstart.
Ein Neubaugebiet mit elf Grundstücken in zentraler Lage will die Gemeinde Schönwalde selbst erschließen. Noch fehlen vier Interessenten für den Planungsstart.

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22. März 2014, 17:29 Uhr

Ursprünglich sollte auf der alten Bauernstelle mitten in Schönwalde ein Investor eine seniorengerechte Wohnanlage errichten. Doch daraus wurde nichts. Jetzt will die Gemeinde selbst die Erschließung und Vermarktung der elf
dort möglichen Grundstücke vorantreiben – aber noch reicht die Zahl der Bauinteressenten noch nicht zum Start.

Eine Erschließung der elf Grundstücke durch die Gemeinde rechnet sich erst bei mindestens sieben Interessenten. Daher hatte man sich im vergangenen Jahr auch über den OHA an die Öffentlichkeit gewandt. Drei potenzielle Bauherren haben sich daraufhin gemeldet.

Einer von ihnen bat den Bauausschuss auf seiner letzten Sitzung, erneut Werbung für das Baugebiet zu machen. Auch sollte die Gemeinde ihre Möglichkeiten besser ausschöpfen und zum Beispiel die Aushangkästen für Werbung nutzen.

Eine Alternative innerhalb Schönwaldes gibt es nach Einschätzung von Bürgermeister Hans-Alfred Plötner (CDU) für die junge Familie nicht. Zwar gäbe es noch geeignete Flächen in der Gemeinde, aber der Landesentwicklungsplan sehe bei der Ausweisung neuer Baugebiete die Beteiligung der umliegenden Gemeinden vor. Angesichts der noch offenen elf Bauplätze dürfte die Anfrage für eine weitere Planung dort auf Ablehnung stoßen.

Die alternative Nutzung eines Teiles der alten Hofstelle hatte der Bauausschuss bereits auf der Suche nach einem Standort für den Neubau des Feuerwehrhauses diskutiert. Die Lage und die geplante benachbarte Wohnbebauung hatten dann den Ausschlag für den alten Feuerwehr-Standort in der Rosenstraße gegeben. Für den dortigen Neubau beschloss der Bauausschuss jetzt einen Ideenwettbewerb, an dem vier Architekten teilnehmen sollen.

Kontrovers diskutierten die Mitglieder über die Vorgabe, das alte Gebäude zu erhalten und Sanitär- und Sozialräume weiter zu nutzen. Angela Hüttmann (SPD) fragte, ob die energetische Sanierung des Altbaus nicht einem Neubau gleich käme. Plötner, der die Architekten mit den Gegebenheiten vertraut gemacht hatte, sah in seiner Vorgabe kein Problem, da es zunächst nur ein Ideenwettbewerb sei. Zudem gelte die Vorgabe zum Erhalt des Altbaus nur auf die unstrittige Nutzung der Fahrzeughalle durch den Bauhof. Mit den Ergebnissen des Wettbewerbs wird sich dann der eigens für den Neubau gebildete Ausschuss unter Beteiligung von Feuerwehr, Gemeindevertretern und Verwaltung beschäftigen.

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