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Malente : Schönow-Gelände soll Besonderes bieten

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeisterin Tanja Rönck sucht Investor, der auf dem Grundstück nicht nur Wohnmobilstellplätze schafft, sondern auch etwas Exklusives, etwa ein Baumhaus-Hotel.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2017 | 18:00 Uhr

Drei begeisterte Wohnmobilisten aus der Gemeinde brachten die Idee vor einigen Monaten ins Spiel: Warum nicht aus dem baumbestandenen Schönow-Gelände zwischen Schwentine und Eutiner Straße einen Stellplatz für Wohnmobile machen? Der von der Gemeinde beauftragte Planer Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein stellte am vergangenen Mittwoch im Planungsausschuss eine erste grobe Planung für das „grüne Herz von Malente“ vor. Doch ob es lediglich ein Stellplatz für das Wohnmobil-fahrende Volk wird oder ob sich auf dem drei Hektar großen Grundstück – wie es sich Bürgermeisterin Tanja Rönck erhofft – noch ganz andere, exklusive Projekte verwirklichen lassen, bleibt vorerst noch offen.

„Das Gelände sollte einen unverwechselbaren Charakter haben“, forderte Tanja Rönck. Ferienhütten passen da aus Sicht der Verwaltungschefin nicht ins Bild. „Wir sollten auf Qualität achten. Baumhäuser wären ein Alleinstellungsmerkmal.“ Es dürfe auf jeden Fall nichts Beliebiges sein, sondern müsse etwas Besonderes werden. Ziel der Gemeinde sei es, einen Investor zu finden, der beides wolle: einen Stellplatz für Wohnmobilisten und etwas Exklusives wie ein Baumhaus-Hotel. Nagel hatte zuvor auch Campinghütten, sogenannte Baumzelte oder einen Kletterpark ins Spiel gebracht. Auch ein Anlegesteg an der Schwentine ist aus seiner Sicht möglich, um das Gelände für Wasserwanderer attraktiv zu machen.

Nach Nagels Berechnungen ist auf dem Gelände Platz für 41 Wohnmobile. Den Weg zu den einzelnen Standplätzen würde der Planer asphaltieren, weil dort viel rangiert werde, die Plätze dagegen nicht. Notwendig wäre zumindest ein Versorgungsgebäude. Das alles soll so schonend wie möglich in die Umgebung eingebettet werden: „Oberste Prämisse ist der Erhalt der prägenden Bäume“, erläuterte Nagel.

Ausschussvorsitzender Jürgen Redepenning schloss sich den Ausführungen von Tanja Rönck an. „Da sind wir uns alle einig, dass es etwas Besonderes werden soll.“ Allerdings müsse die Gemeinde dringend einen Investor finden, forderte der Fraktionschef von SPD und Grünen.

Auf einen wunden Punkt wies Bürgervorsteher Rainer Geerdts (CDU) hin. „Es gibt ein großes Fragezeichen – den Baugrund.“ Mit dem Verweis auf Gerüchte über belastete Bunker und gescheiterte Vermarktungsversuche für die Fläche forderte er eine Baugrunduntersuchung.

Martin Kuhlmann, der mit Erich Gothe und Heinz Pietsch zu den Ideengebern gehört, schlug vor, das Versorgungsgebäude direkt an der Straße zu bauen. Dann ließen sich Probleme mit dem Baugrund vermeiden. Zweifel äußerte Kuhlmann, ob sich die Ansprüche von Wohnmobilisten und Baumhaus-Mietern auf einem Gelände vereinbaren ließen. Große Investitionen sind aus seiner Sicht nicht nötig: „Man kann dort mit geringem Aufwand starten.“ Aus Kuhlmanns Sicht ist die Gemeinde spät dran: „Malente hat das total verpennt, einen solchen Platz zu schaffen.“ Und das Schönow-Gelände sei ideal. Es liege hoch, sei damit sicher vor Wasser, und die Anfahrt führe nicht durch Wohngebiete. Platz biete es nach seiner und der Einschätzung seiner Mitstreiter für 30 Wohnmobile.

Möglicherweise wird es gar nicht so schwer, einen Investor zu finden. Planer Nagel machte der Gemeinde Mut, indem er auf ein vergleichbares Projekt hinwies. „In Scharbeutz standen die Investoren Schlange.“ Auch dort habe er die grundlegende Planung geliefert.

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