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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 02:08 Uhr

Eutin : „Schön hell ist sie geworden“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Katholische Gemeinde St. Marien feierte Sonnabend mit einer feierlichen Form der Heiligen Messe den 125-jährigen Weihetag ihres gründlich renovierten Gotteshauses.

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 04:00 Uhr

Diese Feststellung war Sonnabend immer wieder zu hören: „Sie ist schön hell geworden“. Die katholische Gemeinde St. Marien feierte das 125-jährige Bestehen ihrer Kirche in der Plöner Straße und damit zugleich den Abschluss einer Sanierung, bei der sowohl das Gotteshaus als auch die Außenanlagen aufgefrischt wurden.

Voll besetzt war die Kirche am Sonnabendmittag. „Das ist bei uns nichts Ungewöhnliches, das können Sie ruhig schreiben“, gab eine Gottesdienstbesucherin dem OHA-Redakteur mit auf den Weg. Gefeiert wurde ein Festhochamt, eine feierliche Form der heiligen Messe, bei der Pfarrer Dr. Bernd Wichert von Weihbischof Norbert Werbs aus Schwerin unterstützt wurde. Für die Gemeinde und Gäste gab es ein Wiedersehen mit vielen Geistlichen, die früher an St. Marien gewirkt haben, darunter die Pfarrer Heinrich Hülsmann, Dr. Jürgen Wätjer, Joachim Kirchhoff und Jérôme Agbemaple; die beiden Letztgenannten waren noch als Kaplan in Eutin.

Weihbischof Werbs nannte die Kirche eine „Werkstatt Gottes“, in der die Menschen willkommen seien, durch Wort, Sakramente und Gebet in Gottes Volk aufgenommen zu werden und während der Gottesdienste in Dialog mit ihm zu treten. Es sei eine Werkstatt, in der die Menschen lernten, andere durch die Augen Gottes zu sehen und sie als Mitmenschen wahrzunehmen.

Weihbischof Werbs, Jahrgang 1940 und ältester der vier Bischöfe im Erzbistum Hamburg, lobte im Gespräch mit dem OHA die Renovierung der Kirche, die am 25. Oktober 1889 als Kirche „Unbefleckte Empfängnis Mariens“ durch den Bischof von Osnabrück geweiht wurde. Er sei sicher, dass sich die Gemeinde darin gerne zum Gottesdienst versammeln werde, so Werbs weiter.

Seit Ende Februar war St. Marien eine Baustelle. Die Gemeinde traf sich in dieser Zeit zu Gottesdiensten in der Kirche in Fissau. Sie habe ein wenig schmunzeln müssen, dass diese Kirche ausgerechnet den Namen Martin Luther trage, sagte Pastorin Maren Löffelmacher, die im Namen der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zur Sanierung der katholischen Kirche gratulierte.

Löffelmacher unterstrich, dass man gerne Gastgeber gewesen sei, und verwies auf eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden in Eutin. Sie freue sich schon auf den Weltgebetstag, der das nächste Mal in St. Marien gefeiert werde.

Eutins Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz griff in seinem Grußwort die Definition von dem Kirchengebäude als „Werkstatt Gottes“ auf. Alle Kirchen seien dazu aufgerufen, gemeinsam die Zukunft zu bestreiten und den Menschen sinnvolle Ziele zu vermitteln. Es sei schlimm, wenn junge Deutsche im Nahen Osten in den Krieg zögen, weil sie in ihrer Heimat keine Ziele fänden.

Die rund 700 000 Euro Sanierung von St. Marien hat in den vergangenen Monaten das Leben der ganzen Gemeinde beeinträchtigt. Zu denen, die über das Ende besonders froh sind, gehört der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Uwe Kuczora. Er sei erleichtert, dass es vollbracht sei, aber mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden. Ihm gefalle besonders der neu geschaffene Mittelweg, der neue Standort des Marienaltars und auch der mit Wetterschutz, ergänzte Seiteneingang. Und natürlich sagt auch Uwe Kuczora: „Schön hell ist sie geworden.“

 

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