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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 13:35 Uhr

Schnell runter vom toten Gaul

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 13:12 Uhr

Wer die Diskussion um die Zukunft des Bauhofes der Gemeinde Kasseedorf über die vergangenen Jahre verfolgt hat, dem kommt unweigerlich die Weisheit der Dakota-Indianer in der Kopf: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ Ob in Kasseedorf noch niemand bemerkt hat, dass das Pferd tot ist, oder ob man konsequent die Augen verschließt, weiß niemand.

Als nun eine ausgewiesene Fachfrau das Problem in einem Satz beim Namen nannte: „Bauhöfe mit zwei oder drei Mitarbeitern sind längst zusammengelegt“, zeigte keiner der Kommunalpolitiker eine Reaktion. Auch der Hinweis, dass es ja keinen Bauhofleiter gebe, der das erforderliche Controlling übernehme, blieb scheinbar ungehört.

Vielmehr verirrte man sich auf der Suche nach möglichen Wegen, dennoch an Zahlenwerke zu kommen, die eine Auswertung möglich machen, ohne zu wissen, ob und wann die Verwaltung auf Grundlage der Doppik eine belastbare Kosten-Leistungs-Rechnung vorlegen kann. Es bleibt abzuwarten, ob der Wink der Betriebswirtin mit dem Zaunpfahl, nun doch mal die anderen drei Bauhöfe, die ebenso winzig strukturiert sind, ins Boot zu holen, bei dem einen oder anderen seine Wirkung erzielt. Denn nur weil die anderen ihr totes Pferd weiter reiten wollen, muss es Kasseedorf doch nicht tun. Und schon gar nicht eine Analyse beauftragen, die beweisen soll, dass das tote Pferd doch noch lebt, weil man einfach die Kriterien für „Leben“ neu definiert.

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