Amtsausschuss Bosau : Schmidt würde erneut kandidieren

Der Amtsausschuss blieb in Grebin mehrheitlich bei seiner Linie, die Ausamtung abzulehnen und einen Amtsdirektor wählen zu wollen.  Foto:  Karl Hesse
Der Amtsausschuss blieb in Grebin mehrheitlich bei seiner Linie, die Ausamtung abzulehnen und einen Amtsdirektor wählen zu wollen. Foto: Karl Hesse

Amtsgemeinden, Ascheberg und Bösdorf sowie die Stadt Plön warten auf eine Entscheidung aus Kiel.

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09. März 2011, 10:55 Uhr

Grebin | Es bleibt dabei: Die Mehrheit des Amtsausschusses spricht sich gegen die zwangsweise Zusammenlegung der Verwaltungen der Stadt Plön und des Amtes aus. Darauf verständigte sich am Montag der Amtsausschuss mehrheitlich - wobei einige Vertreter gegen die Voten ihrer Gemeindevertretungen stimmten.

Die Mehrheit war für die alte Marschrichtung: Die zwölf Gemeinden des Amtes sollen zusammenbleiben, das Amt selber über seine Leitung entscheiden können. Eine freiwillige Zusammenarbeit mit Plön werde weiterhin mittelfristig angestrebt. Zwei Gegenstimmen aus Bösdorf und drei aus Ascheberg reichten nicht, das Amt auf den Kurs des Innenministeriums einschwenken zu lassen.

Amtsvorsteher Martin Leonhardt, zugleich Bürgermeister von Dersau, machte damit wahr, anders abzustimmen, als seine Gemeindevertretung es festgelegt hatte. Die Dersauer Gemeindevertretung wollte nämlich mehrheitlich auf die Wahl eines Amtsdirektors verzichten. Auch aus Ascheberg stimmte ein Ausschussmitglied anders, als seine Vertretung entscheiden hatte.

Die entscheidende Frage stellte Uwe Kahl (Grebin) an Mario Schmidt. "Kandidieren Sie wieder für den Amtsdirektor oder wollen Sie woanders hin?" Dazu machte Schmidt klar, dass sein Lebensmittelpunkt Bosau bleibe. Alles weitere hänge vom Innenminister ab. Würde die Stelle des Amtsdirektors unter neuen Bedingungen ausgeschrieben, dann würde er sich auch wieder bewerben.

Dieter Westphal (Bösdorf) und Rainer Hadeler (Ascheberg) bedauerten, dass in dem Beschlussvorschlag die "mittelfristige Zusammenarbeit mit Plön" doch wieder nur als "administratives Feigenblatt" vorgeschoben werde. Man habe seit 2004 die Zusammenarbeit mit Plön immer nur angekündigt, sie aber nie wirklich angestrebt.

Amtsvorsteher Martin Leonhard fasste die Situation so zusammen: "Einer Ausamtung wird nicht stattgegeben. Plön lässt sich nicht einamten und will notfalls klagen. Wir müssen abwarten, wie das Land entscheidet. Am besten nach der Wahl."

Bösdorfs Bürgermeister Joachim Schmidt begrüßte, dass nun endlich auch der Amtsausschuss sein Votum abgebe. Am 14. April werde der Plöner Kreistag als letzte Institution seine Meinung an den Innenminister abgeben. Danach müsse von dort eine rechtsfähige Entscheidung kommen. Falls die gegen eine Ausamtung von Bösdorf falle, werde Bösdorf vor dem Verwaltungsgericht klagen.

Einig waren sich alle Amtsausschussmitglieder, als es darum ging, die Ausschreibung zur Wahl eines Amtsdirektors nach einem dreiviertel Jahr endlich aufzuheben. Die beiden Kandidaten von außerhalb sollen Klarheit bekommen, dass es vorerst nicht zur Wahl eines Amtsdirektors kommen wird.

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