Schloßstreit: Moser nimmt Vergleich an

Betriebsbedingte Kündigung zum 31. Dezember

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14. August 2014, 15:45 Uhr

Die fristlose Kündigung ist zurückgenommen, die Trennung aber bleibt: Die Kunsthistorikerin Dr. Juliane Moser scheidet aufgrund einer betriebsbedingten Kündigung fristgemäß zum 31. Dezember 2014 aus den Diensten der Stiftung Schloß Eutin aus. Bis dahin bleibt die bisherige Geschäftsführerin und Museumsleiterin bei vollen Bezügen freigestellt.

Diese Vergleichslösung, die Ende Juli bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Lübeck vorgezeichnet worden war, haben beide Seiten gestern durch Erklärungen ihrer Rechtsvertreter offiziell akzeptiert. Das bestätigten Dr. Juliane Moser und Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, Vorstand der Stiftung Schloß Eutin, dem OHA.

Beide äußerten sich zufrieden über die schlussendlich doch noch gütliche Vereinbarung zum Ende des Arbeitsverhältnisses. Moser erklärte, sie werde die Zeit nutzen, um sich nach ihrem plötzlichen Abschied vom Schloss innerlich neu zu sortieren.

Damit könne jetzt auch Ruhe in die Eutiner Diskussion ums Schloss kommen, sagte Schmidt-Elsaeßer. Er distanzierte sich zugleich von ihm zugeschriebener Kritik an Dr. Moser. Wörtlich: „Sie hat in den 18 Jahren ihrer Tätigkeit fürs Schloss Bedeutsames geleistet. Wenn es in Zusammenhang mit der Landesgartenschau Versäumnisse zu beklagen gibt, dann gehen die voll zu Lasten der Stiftung.“

Deren Struktur soll durch eine neues Gesetz verändert werden. Damit wird bald ein hauptamtlicher Vorstand mit kaufmännischer Ausbildung das operative Geschäft im Schloss übernehmen.

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