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Ostholsteiner Anzeiger

23. August 2017 | 16:00 Uhr

Schlossplaner im Ausschuss unter Beschuss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Viel Kritik für neue Strategieplanung der Stiftung

Mit so viel Gegenwind hatten Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer und Herzog Christian von Oldenburg nicht gerechnet, als sie gestern im Kulturausschuss mit Matthias Bönsel (Büro Viventure) ihre neue Strategie für das Schloss Eutin vorlegten. Eigentlich hatten sich die beiden Stiftungsvorstände nur ein kurzes Feedback der Stadtvertreter zu ihren Planungen einholen wollen, ihnen entgegnete jedoch ein wahrer Sturm der Kritik. Zu unkonkret, finanziell nicht durchdacht und blauäugig geplant – die Kommunalpolitiker und anwesenden Bürger sparten nicht mit Tadel. Schmidt-Elsaeßer war am Ende völlig konsterniert: „Es muss doch möglich sein, eine Idee zu haben. Ich mache das doch nicht für mich.“ Auch Planer Bönsel schien von der scharfen Kritik überrascht.

Zuvor war vor allem Malte Tech (FWE) hart mit ihm
ins Gericht gegangen: „Ihre Ideen bestehen in erster Linie aus Plattitüden. Da ist zu wenig Fleisch dahinter. Das, was Sie vorgestellt haben, schreibe ich in zwei Stunden zusammen.“ CDU-Vertreter Matthias Rachfahl stieß ins gleiche Horn. Er vermisste Details zur Finanzierung der neuen Strategie. „Ich gehe davon aus, dass Sie auch noch eine Erlösrechnung dabei haben“, hakte er nach. Schmidt-Elsaeßer wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Konzept „noch nicht in allen Punkten ausformuliert“ sei und höhere Einnahmen durch eine Steigerung der Besucherzahlen angestrebt würden.

Frithjof Hein, dessen Vater Mit-Eigentümer der Hornausstellung ist, hatte hierfür wenig Verständnis. „Es wurde heute keine einzige Zahl in den Raum geworfen.“ Er selbst sei Steuerberater und habe viel mit Existenzgründung zu tun. Er wisse daher, dass vor jeder Idee stets der Businessplan stehe.

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erstellt am 18.Feb.2014 | 17:19 Uhr

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