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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 16:58 Uhr

Schlossgarten als Mini-Pilger-Areal

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Kirchenkreis lädt – nicht nur zur LGS – zu einer kleinen Pilgertour ein

von
erstellt am 12.Apr.2016 | 13:24 Uhr

„Es ist wie eine Modelleisenbahn und echte Züge, was die Dimensionen angeht“, räumt Pastor Frank Karpa ein. Im Blick hat er dabei das Projekt „Rauswege“ des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises, das den historischen Schlossgarten mit einem imaginären Pilgerweg ausstattet. Entwickelt wurde die Idee zur Landesgartenschau (LGS), weiterleben soll sie aber weit darüber hinaus.

Die Anregung fand LGS-Pastorin Dr. Claudia Süssenbach in einem ähnlichen Angebot im Hamburger Stadtpark. Diesem Beispiel folgend gingen Süssenbach und Karpa – der Pastor für Männer- und Familienarbeit ist sozusagen der Pilgerexperte des Kirchenkreises – auf Tour durch das Gartendenkmal. Ausgehend vom „Garten am frischen Wasser“ hinter dem Evangelischen Zentrum des Kirchenkreises fanden sie rund um das Schloss einen Weg mit insgesamt elf Stationen, der an der Michaelis-Kirche endet.

Auf der Basis dieser Recherchen entstand ein kleines Heft mit dem Titel „Rauswege“ als Pilgerführer, das zu jeder Station Texte enthält. „Herzlich willkommen auf Wegen, die Sie heraus führen – raus aus der Hektik und den Alltagssorgen, raus aus alten Lebensmustern, raus in die Natur. Im Schlossgarten und rund um die Michaeliskirche finden Sie Orte, die wieder hineinführen – zu sich selbst, zum Geheimnis der Natur, zur Begegnung mit Gott“, schreibt Propst Peter Barz im Vorwort.

Die Tour kann natürlich „auf eigene Faust“ unternommen werden. Während der LGS werden daneben geführte Pilgertouren angeboten, die von Aktiven des Kirchenkreises betreut werden. Etwa zehn Aktive haben sich für diese Aufgabe gemeldet, darunter Susanne Kasten aus Eutin. Die Touren beginnen ab 7. Mai jeden Sonnabend um 15 Uhr im „Garten am frischen Wasser“ und dauern etwa eineinhalb Stunden. Die Teilnahme ist kostenfrei. , die Pilgerführer werden an den Stationen Texte aus dem Heft vorlesen. Das wird für einen Euro abgegeben.

Frank Karpa macht sich um den Erfolg dieses Projektes keine Sorgen: Pilgern als eine Annäherung an religiöse Erfahrungen habe eine enormen Aufschwung erfahren, vor allem bei Männern sei es sehr beliebt. „Alle Pilger-Angebote, die wir machen, sind immer ausgebucht.“

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