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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 09:36 Uhr

Schloss zeigt ein Stück Ewigkeit

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rund 90 Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft kamen zur feierlichen Eröffnung des neuen Ausstellungsbereiches samt Antependium

„Sie haben ein einzigartiges Kunstwerk im letzten Moment für Eutin und die Nachwelt gerettet“, sagte Dr. Bernhard Heitmann zur Eröffnung des neuen Museumsbereiches „Das Antependium von 1641 und die Fürstbischöfe von Lübeck“. „Das Interesse an Geschichte lässt leider immer mehr nach“, meinte der Kunsthistoriker und ehemalige Kustos am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Gut 90 Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft waren der Einladung der Stiftung Schloss Eutin zur feierlichen Eröffnung am Donnerstagabend gefolgt.

Brigitta Herrmann sprach als Vertreterin der Stiftung von einem großen Tag für das Schloss Eutin. Das einzigartige Antependium, ein äußerst kostbarer und reich bestickter Altarbehang aus dem Jahr 1641, wird nach langer Zeit im Depot erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert (wir berichteten). Herrmann dankte vor allem dem Freundeskreis Schloss Eutin, der sein gesamtes Vermögen in den neuen Museumsbereich investiert hatte.

Monika Obieray berichtete als Vorsitzende des Freundeskreises von über 300 Spendern, die die Investition von 34  000 Euro ermöglicht haben. „Das Antependium war schon immer ein ehrwürdiges Kunststück. Jetzt haben wir Anteil an einem Stück Ewigkeit“, sagte Monika Obieray.

Dr. Wolfdieter Schiecke informierte ausführlich über seine monatelange Recherche zur Geschichte des Antependiums. Seine Ergebnisse der Nachforschungen hat er in einem Buch veröffentlicht. „Eine Suche im Internet bringt nichts. Daher habe
ich mit meiner Frau viele Archive besucht“, berichtete Schiecke. „Das Antependium sorgt für ein weiteres Stück Vielfalt in Eutin. Das, was damals geschaffen wurde, wirkt heute noch auf uns. Die Stadt Eutin ist dankbar, für das große Engagement des Freundeskreises“, sagte Bürgervorsteher Dieter Holst.

„Dieses Kunstwerk dokumentiert die fantastischen handwerklichen Leistungen im 17. Jahrhundert. Die Qualität entspricht allerhöchsten höfischen Ansprüchen“, schwärmte Dr. Heitmann in seinem Grußwort.

Die feierliche Eröffnung wurde musikalisch umrahmt von Sven Fanick an der Orgel und Ivan Zaitsev an der Posaune. Sie spielten Werke aus der Zeit, in der auch das Antependium hergestellt wurde.


Infos unter www.schloss-eutin.de

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erstellt am 07.Apr.2017 | 10:57 Uhr

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