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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 00:56 Uhr

Schloss: Morgen ist Übergabe an LGS

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Herausgeputzt: Wackelgemüse, verschlungene Wege, ein großes Blumenmeer – der Schloss- und Küchengarten im neuen Licht

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2015 | 14:36 Uhr

Ein fantastischer Gehölzbestand, ein faszinierender Ort und eine einmalige Verbindung zum Wasser – das sagt die Landschaftsarchitektin Kathrin Franz aus Leipzig, die maßgeblich dafür gesorgt hat, dass sich der Schlossgarten in seinem neuen, aber historisch belegten Gewand präsentieren kann.

„Ich glaube, sie hat sich in unseren Schlossgarten verliebt“, scherzt Kathrin Pitzner von der Stiftung Schloß Eutin. Anders sei die Hingabe und der sorgsame Umgang mit allem nicht erklärbar. Das Ergebnis findet Pitzner mehr als gelungen. „Die verschlungenen Wege lassen die Besucher jetzt wieder neugierig werden“, sagt Pitzner. Sie sind gesäumt von historischen Wasserrinnen. Damit die Wasserspiele künftig wieder funktionieren und das Obst und Gemüse im Küchengarten gegossen werden kann, wird Wasser aus dem Großen Eutiner See zum Piependiek gepumpt. Alle der mehr als 1500 Bäume, teils aus dem frühen 18. Jahrhundert, sind gezählt und kartiert, neue historisch belegte Sorten nachgepflanzt worden.

Der Küchengarten gleicht einem großen Schachbrett: Die einzelnen Beetflächen sind weitgehend fertig, teils schon bepflanzt. Historische Obstgehölze werden noch in diesem Jahr gepflanzt, der Roggen eingesät. Die beiden größten Wechselflor-Flächen auf dem gesamten LGS-
Gelände liegen laut Projektplaner Christian Kamer im Schlossgarten. Das größte Blumenmeer wird direkt auf der Wiese vor dem Schloss entstehen (900 Quadratmeter). An die Kinder wurde auch gedacht: „Wir haben eine Wackelzwiebel, eine -paprika und eine -tomate, auf denen die Kinder ihren Spaß haben werden“, sagt Pitzner. Noch sind die Holzspielzeuge auf Federn eingepackt. Besucher, die mehr von der Historie des Gartens erfahren wollen, können sich auf den Tafeln entlang der Mauer informieren, auch das war Bestandteil der rund drei Millionen Euro teuren Maßnahme zur „Revitalisierung“ des Schlossgartens.

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