Für Ausbau und Instandhaltung: : Schleswig-Holstein Netz AG investiert im Kreis Plön

Planen für die Zukunft: (von links) Stephan Sievers (Leiter Netzcenter), Andreas Fricke, Otto Meyer (Projektleiter Kreis Plön) und Landrätin Stephanie Ladwig.
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Planen für die Zukunft: (von links) Stephan Sievers (Leiter Netzcenter), Andreas Fricke, Otto Meyer (Projektleiter Kreis Plön) und Landrätin Stephanie Ladwig.

Knapp 8 Millionen Euro fließen in den Ausbau und die Instandhaltung der Strom- und Gasnetze

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13. November 2013, 18:00 Uhr

Gute 8 Millionen Euro investiert die Schleswig-Holstein Netz AG in den Ausbau und die Instandhaltung ihrer Strom- und Gasnetze im Kreis Plön. Davon fließen etwa 4,2 Millionen Euro in Neuinvestitionen, 3,1 Millionen Euro werden ins Stromnetz und 900 000 Euro ins Gasnetz investiert.

„Wir gehen davon aus, die Netzentgelte 2014 nicht zu erhöhen“, sagte Andreas Fricke, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG, gestern vor Journalisten in Plön. So werden im nordöstlichen Kreis Freileitungen durch Erdkabel ersetzt, bestehende Erd-Stromleitungen neu verlegt und ausgetauscht sowie neue Ortsnetzstationen errichtet. Von den insgesamt rund 23 Kilometern Freileitungen wurde der größte Teil demontiert.

Neue Erdgas-Hochdruckleitungen werden in den Bereichen der Güter Panker und Neuhaus eingebracht. Die Auswechslung von Erdgasleitungen erfolgt in Giekau, der Plöner Klosterstraße sowie bei vier Straßen in Lütjenburg. Und auch in der Gemeinde in Malente, die sich im Juni 2012 der SH-Netz AG anschloss und zum Plöner Bereich gehört, werden im Steenkamp Gasleitungen ausgetauscht.

Der Grund des Neu- und Ausbaus ist die stetig steigende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen auf der Basis erneuerbarer Energien (EEG), um die Energieaufnahmen bewältigen zu können. Im September speisten im Kreis Plön bereits 1230 regenerative Erzeugungsanlagen grünen Strom in das Netz der SH-Netz AG ein.

Mit über 1120 Anlagen liegt der Schwerpunkt im Kreis Plön in den Bereichen Photovoltaik, Bio- und Deponiegas-Blockheizkraftwerke und Windkraftanlagen. Die Leistung dieser Anlagen beträgt rund 80 Megawatt. Prognosen zur Folge wird bis zum Jahr 2020 von Leistungen mit etwa 390 Megawatt ausgegangen.

Als Anteilseigner an der SH-Netz AG erhielt der Kreis Plön im Jahr 2012 rund 35 Millionen Euro Einspeisvergütungen nach dem Gesetz für erneuerbare Energien (EEG). „Für uns ist die Partnerschaft ein großer Vorteil, weil wir bei der Entwicklung mit gestalten können. Wir können Schwerpunkte setzen und haben Einfluss bei der Versorgungssicherheit“, sagte Landrätin Stephanie Ladwig.

Mit mehr als einer Verdoppelung steuert Schleswig-Holstein einen Rekordkurs an. Waren es Ende 2009 rund 12 200 regenerative Anlagen, so sind es zurzeit über 30 500 mit insgesamt 4200 Megawatt Leistung. Entsprechend investiert die SH-Netz AG mit Neu- und Ausbau von Umspannwerken, der Verlegung neuer Anschlusskabel, der Verstärkung von Stromleitungen und Transformatoren sowie dem Bau von Übernahmestationen für Biogas ins Erdgasnetz den grünen Boom. Bis Ende 2016 plant die SH-Netz AG landesweit den Neubau von 13 und den Ausbau von 73 Umspannwerken, um Leistungen von geschätzten 9000 Megawatt transportieren zu können.




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