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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 01:45 Uhr

„Schleswig-Holstein liebt den Zirkus“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Über eine halbe Million Menschen haben die aktuelle Show „Evolution“ des Circus Krone bereits gesehen / Gastspiel in Eutin vom 26. bis 30. August

„Schleswig-Holstein liebt den Circus Krone. Und wir sind gerne hier, in diesem Sommer immerhin zwei Monate lang,“ sagt Markus Strobl aus der Abteilung PR und Marketing des Münchner Unternehmens.

Das Eutin-Gastspiel wird vom 26. bis 30. August im Eutiner Gewerbegebiet hinter den Bahngleisen stattfinden. Im Vorfeld dieses Besuches – Circus Krone war zuletzt im Jahr 1997 in der Rosenstadt – zog Strobl ein erstes Fazit für die Tour durch den Norden: Eine halbe Million Menschen habe die aktuelle Show „Evolution“ bereits gesehen, und er sei zuversichtlich, die Marke von 1,6 Millionen Besuchern auch in diesem Jahr zu erreichen.

„Theater des Volkes“ habe Hemingway den klassischen Zirkus genannt, und eigentlich müsste diese Kunstform von den Vereinten Nationen in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen werden. „Können Sie ein anderes Kulturangebot nennen, das alle Generationen, von kleinen Kindern bis zu reifen Erwachsenen gleichsam unterhält und begeistert? Das kann nur der Zirkus.“

Der größte Zirkus Europas sei zu seinem 110-jährigen Bestehen mit einem Programm der Superlative unterwegs: 54 Artisten, Tierlehrer und Clowns aus zwölf Nationen und fünf Kontinenten wirkten daran mit – und es seien ausnahmslos die weltweit besten in ihrem Fach, die unter dem Motto „Eine unvergessliche Reise um die Welt“ eine Mischung aus klassischer Zirkuskunst und moderner Show offerierten.

„Nehmen Sie zum Beispiel den Clown Fumagalli: Er hat dieses Jahr die höchste Auszeichnung des Theaterfestivals in Monte Carlo bekommen, den ,Goldenen Clown‘. Das haben vor ihm nur drei geschafft: Charlie Rivel, Oleg Popow und David Larible“, erzählt Strobl. Die schlagfertigen Kaskaden mit seinem Bruder Daris und die Späße mit Ringmaster Nikolai Tovarich seien einzigartig – und enthielten die Garantie zum Lachen. „Sie können gar nicht anders, Sie müssen lachen“, verspricht Strobl. Den „Goldenen Clown“, der „Oscar der Zirkuswelt“ genannt wird, hat auch Martin Lacey Jr. in seiner Vitrine, dessen größte gemischte Raubtiernummer zum Programm von Circus Krone gehört. Einzigartig auch das Schauspiel von Alessio Fochesato, der mit sechs farbenprächtigen Aras sowie sechs Mini-Papageien (Sonnensittiche)spielend die Frage beantwortet, ob sich Papageien dressieren lassen.

Wo der Circus Krone gastiert, da wird er nicht nur von wohlwollendem Publikum, sondern immer auch von Kritikern empfangen, die ein Verbot von Tieren im Zirkus fordern. Strobl: „Wir halten nachweislich alle Auflagen und Gesetze ein. Alle anderen Behauptungen von teilweise militanten selbsternannten Tierexperten lassen sich widerlegen.“ Während diese militanten Tierrechtler teilweise mit beängstigender Rücksichtslosigkeit regelrechte Kreuzzüge gegen Zirkusse unternähmen, schwiegen sie zu den Folgen des von ihnen geforderten Verbotes von Wildtieren in Zirkussen: „In Mexiko werden gerade 4000 Zirkustiere getötet, einfach abgeschossen, weil die Regierung ein Verbot beschlossen hat, es aber keine alternative Unterbringung für sie gibt. Dazu sollten die vermeintlichen Tierschützer mal was sagen.“

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von
erstellt am 07.Aug.2015 | 11:09 Uhr

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