Plön : Schlechtes Wetter - schlechte Laune

Caroline Backmann (links) erklärt Vermietern und Interessierten aus Plön die künftige Arbeit der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz.  Foto: jab
Caroline Backmann (links) erklärt Vermietern und Interessierten aus Plön die künftige Arbeit der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz. Foto: jab

Gute Arbeit für den Tourismus in der Holsteinischen Schweiz. Dennoch: 13 Prozent weniger Buchungen allein im Juli und August.

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02. Dezember 2011, 10:45 Uhr

Plön | "Die Holsteinische Schweiz ist die Marke, die nicht nur im Umkreis, sondern sogar deutschlandweit bekannt ist", sagte Caroline Backmann, Leiterin der Tourist-Info Großer Plöner See. Diesen Namen habe man sich zu Nutzen machen wollen, erläuterte sie die Idee.

Vor etwa einem Jahr haben sich Plön, Eutin, Dersau, Bosau, Bösdorf und Grebin zur "Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz" (TZHS) zusammengeschlossen. Die Aufgabenbereiche des TZHS sind Marketing und Vertrieb. Das gemeinsame Budget: 250 000 Euro. Konkrete Teilschritte seien die Herausgabe eines gemeinsamen Gastgeberverzeichnisses, ein gemeinsamer Internetauftritt und die Einführung eines gemeinsamen Reservierungssystems. Bis Ende 2012 soll das gesamte örtlich ausgerichtete Tourismusgeschäft der sechs Orte auf die Tourismuszentrale übertragen werden, erläutert Backmann das Vorgehen.

Was die Buchungszahlen angeht, blickt der Zusammenschluss in seinem ersten Jahr auf eher mäßigen Erfolg zurück. "In diesem Jahr sind wir wirklich Opfer des Wetters geworden", sagte Backmann. 13 Prozent weniger Buchungen habe es allein im Juli und August gegeben. Dabei seien spontane Besucher weggefallen, die ein paar Tage in der Holsteinischen Schweiz verbringen.

Zudem habe es deutlich mehr Beschwerden über Unterkünfte gegeben. "Die Toleranzschwelle sinkt bei den Leuten mit schlechtem Wetter und schlechter Laune stetig", führte Backmann die Beschwerden auf den verregneten Sommer zurück. Viele Beschwerden seien nicht gerechtfertigt. Frühjahr und Herbst retteten die Saison nicht, resümierte Backmann.

Im Mittelpunkt stand das neue Reservierungssystem "Deskline". Gekommen waren die Plöner Vermieter, die bereits einen Vertrag mit dem TZHS haben sowie Interessierte. Ab Januar 2012 soll die neue Inter-netseite des TZHS unter www.holsteinischeschweiz. de online und voll funktionsfähig sein.

Mit dem gemeinsamen Internetauftritt, der den Internetauftritt der örtlichen Tourist-Informationen ersetzen soll, werde so ein weiterer Teilschritt hin zur zentralen Verwaltung getan, sagte Caroline Backmann. Zeitgleich werde das neue Reservierungssystem eingeführt. "Deskline" soll die zukünftige Organisation der Reservierungen für Tourismusverband und Vermieter einfacher machen.

Die Informationsveranstaltung war gut besucht. "Mit einer so guten Resonanz haben wir gar nicht gerechnet", sagte Ulrike Leptien, stellvertretende Leiterin der Tourist-Info Großer Plöner See. Neben den Vermietern aus den betreffenden Orten waren auch Vermieter aus Malente dabei. Malente und Preetz seien zwei weitere Wunschpartner für den Zusammenschluss, erklärte Backmann. Mit beiden befinde man sich bereits in Verhandlungen. Am Ende gab es für die Mitarbeiter der Tourist-Info Applaus für die gute Arbeit.

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