Schlechte und teure Arbeit

Ermittlungsgruppe Schwarzarbeit warnt wieder vor britischer „Teerkolonne“ / Vorfälle im Südkreis bekannt

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23. Mai 2014, 11:50 Uhr

Es ist kaum zu glauben, aber immer wieder finden sogenannte „Teerkolonnen“, die schlechte und überteuerte Arbeit abliefern, ihre Opfer: Die gemeinsame Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Schwarzarbeit der Kreise Ostholstein, Plön und der Stadt Neumünster warnt vor einer britischen Teerkolonne, die jüngst im südlichen Kreis Ostholstein unterwegs gewesen sei.

Die Teermacher agierten dabei immer nach derselben Masche: Zunächst würden marode Hauszufahrten oder wassergebundene Hofflächen ausgekundschaftet. Dann klingele der „Chef“ und biete eine Asphaltierung der Zufahrt zum günstigen Preis an, weil Asphalt von einer anderen Baustelle übrig sei. Schnellstmöglich würden dann Flächen grob verteert.

Allerdings werde der Teer nicht verdichtet, es würden Randsteine nicht gesetzt oder Lücken hinterlassen oder auch Tore ließen sich anschließend nicht mehr öffnen. So schnell wie die Kolonne anrücke, so schnell sei sie auch wieder verschwunden. Nicht selten komme es vor Ort zum Streit mit dem Auftraggeber über noch ausstehende Zahlungen oder über Nachforderungen. Oft werde dabei erheblicher Druck auf die Auftraggeber ausgeübt. Beliebt sei auch das Nachordern von Asphalt: Zahle der Auftraggeber der Teerkolonne hierfür einen Vorschuss, sei die Teerkolonne oft für immer weg...

Die Ermittlungsgruppe warnt vor diesen „Schnäppchen“. Bei bekannt gewordenen Sachverhalten sollte sofort die Ermittlungsgruppe (Telefon 04521/788-699) oder eine Polizeidienststelle angerufen werden, damit entsprechende Verfahren eingeleitet werden können. Für Hinweise auf Fahrzeuge und Kennzeichen sei die Ermittlungsgruppe ebenfalls dankbar.

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