Malente : Schilda im Malenter Wohngebiet

Kaum ein Durchkommen für große Fahrzeuge: Wie eng es in der Bismarckstraße nun ist, zeigt dieses Foto.
Kaum ein Durchkommen für große Fahrzeuge: Wie eng es in der Bismarckstraße nun ist, zeigt dieses Foto.

Weil die Polizei jüngst Tickets verteilte, muss das Gehwegparken nun offiziell erlaubt werden. Das kostet die Gemeinde 1800 Euro.

shz.de von
08. Februar 2014, 07:00 Uhr

Es klingt nach einem Schildbürgerstreich: Malente löst ein Parkproblem, dass es eigentlich gar nicht gibt und lässt sich das eine Stange Geld kosten. Doch eine bessere Möglichkeit gibt es offenbar nicht.

Jahrzehntelang war es Usus, dass Autofahrer in Bismarckstraße, Paulstraße und Schwentinestraße ihre Fahrzeuge auf dem Gehweg parkten. Das war zwar nicht erlaubt, Ordnungsbehörde und Polizei kümmerten sich aber nicht darum – bis vor einiger Zeit. Da erhielten die Autofahrer von der Polizei plötzlich ein Knöllchen wegen Unerlaubten Parkens auf dem Gehweg, wie Anwohner und Gemeindevertreter Ingo Wagner (Grüne) jüngst im Planungsausschuss berichtete. Warum die Polizei plötzlich tätig wurde, blieb unklar.

Jetzt parken die Autos nach Wagners Angaben zwar korrekt auf der Straße. Aber nun hätten Müllfahrzeuge und Feuerwehr Probleme durchzukommen. Deshalb beschloss der Ausschuss nun auf Anregung des Ordnungsamts, das Gehwegparken zu erlauben. Dafür sollen nun zwölf Schilder aufgestellt werden, was mit Kosten von rund 1800 Euro zu Buche schlägt. Das Parken auf dem Gehweg ist nämlich aus Sicht von Polizei und Ordnungsamt überhaupt kein Problem. Dafür fuhren der Leiter der Polizeistation, Birger Schwien, und eine Mitarbeiterin der Gemeinde die Straßen extra ab. Fazit: „Es verbleibt genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von Fußgängern“, wie es in der Vorlage der Verwaltung heißt.

Da nun offenbar selbst die Polizei der Meinung ist, dass das Gehwegparken völlig unproblematisch ist, wollte Wagner nur noch wissen, ob die zur Kasse gebetenen Autofahrer ihr Geld nun zurückerhielten. Doch darauf hatte im Ausschuss niemand eine Antwort.

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