Scheune war nicht zu retten

Schon kurz nach der Alarmierung stand die um 1900 erbaute Scheune in Zarnekau in hellen Flammen.
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Schon kurz nach der Alarmierung stand die um 1900 erbaute Scheune in Zarnekau in hellen Flammen.

Ursache für neuerliches Feuer ist unbekannt / Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen auf Zeugen / Brandwache bis in den frühen Morgen

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14. Mai 2018, 11:38 Uhr

Eine Feldscheune am Rande von Zarnekau in Richtung Röbel ist am späten Sonntagabend bis auf die Grundmauern abgebrannt. Vier Feuerwehren, die mit etwa 60 Aktiven angerückt waren, konzentrierten sich auf den Schutz benachbarter Häuser.

Das um 1900 erbaute Gebäude, in dem Stroh, Heu, Getreide und mehrere Anhänger lagerten, brannte in voller Ausdehnung, als das Feuer von Bewohnern des Nachbarhauses als erstes entdeckt wurde. Die Ursache ist unbekannt, Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Dirk Hartmann, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck, und Stefan Muhtz, Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck, machten gestern zur Schadenshöhe keine Angaben.

Um 21.50 Uhr wurden die Feuerwehren Zarnekau, Röbel und Bujendorf sowie die Drehleiter und ein Löschfahrzeug aus Eutin alarmiert. Den anrückenden Löschkräften wies ein Feuerschein, der über viele Kilometer hinweg zu sehen war, den Weg. Der Brand in dem Gebäude, das zwischen Ortsrand und Hufnerberg stand, war entdeckt worden, als die Flammen in dem eingelagerten Heu und Stroh bereits reiche Nahrung gefunden hatten.

Da die 15 mal 18 Meter große Scheune, die aus einer Kombination von Mauerwerk und hölzernem Aufbau bestand, in voller Ausdehnung brannte, war nichts mehr zu retten. Neben dem Gebäude verbrannten mehrere landwirtschaftliche Anhänger, zwei davon mit Getreide gefüllt. Ein Anhänger, etwa 25 000 Euro wert, war nach Auskunft des Eigentümers nagelneu und erst vergangene Woche in die Scheune gestellt worden. In der gab es eine elektronische Versorgung, die sei aber nicht genutzt worden, sagte der Landwirt.

Die Feuerwehren nutzten zwei Teiche für die Versorgung mit Löschwasser. Dabei spielte den Brandschützern die Windrichtung in die Hände: Brennendes Stroh wurde an der Bebauung vorbei Richtung Zarnekauer See geweht. Bei einer anderen Richtung hätte es für vier Reetdachhäuser im Ortskern brenzlig werden können.

Dieselben Feuerwehren waren in der Nacht zum 4. Mai zum Großfeuer alarmiert worden, das die Schützenhalle des Geselligen Vereines Bujendorf vernichtet hat. Die Ursache dieses Feuers ist auch noch nicht geklärt.

Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck berichteten gestern, dass neben Stroh und Heu und landwirtschaftlichen Kleingeräte auch Heizöl in der Scheune gelagert war. Der Kriminaldauerdienst habe bereits in der Nacht die ersten Ermittlungen aufgenommen. Der Brandort sei nach Abschluss der Löscharbeiten beschlagnahmt worden. Die Ermittler bitten um Zeugenhinweise. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 04521/8010 erbeten.




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