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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 03:01 Uhr

Sarah Zeller: Keine Furcht vor Afrika

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

18-jährige Eutinerin will morgen für ein Jahr nach Togo fliegen

von
erstellt am 05.Sep.2014 | 13:00 Uhr

Davon kann sich vermutlich niemand freimachen: Wer in diesen Tagen den Namen Afrika hört, verbindet ihn mit der Epidemie Ebola. Und wer erzählt, dass er in Kürze nach Afrika reist, erntet zwangsläufig die Frage, ob er keine Angst habe.

Sarah Zeller (18, Foto) aus Eutin fliegt morgen von Hamburg über Paris nach Lomé. Das ist die Hauptstadt des Staates Togo. Ein Jahr lang will die junge Frau auf Vermittlung der Organisation „weltwärts“ in dem westafrikanischen Land leben und arbeiten.

Ebola ist dort bisher nicht aufgetreten. „Ich denke, dass es vom Auswärtigen Amt eine Warnung gibt, wenn man das Land verlassen sollte, und ,weltwärts‘ würde bestimmt auch reagieren, wenn’s zu gefährlich wird“, ist Sarah Zeller zuversichtlich. Manch einem wäre die Gefahr, sich mit Malaria zu infizieren, schon schlimm genug. Das nimmt die 18-Jährige, die in diesem Sommer mit einem Notenschitt von 1,0 das beste Abitur an der Johann-Heinrich-Voß–Schule absolviert hat,
gelassen: Sie werde natürlich versuchen, sich vor Insektenstichen zu schützen. Und wenn es sie doch „erwische“, gebe es Antibiotika.

Die quirlige Eutinerin, die ihr Energie beim Schwimmen und Triathlon abbaut, hat klare Vorstellungen, was sie in Afrika und auch danach machen wird. Für Togo steht fest, dass sie
auf Vermittlung des Freiwilligendienstes „weltwärts“ nach einer Vorbereitung in der Provinzstadt Kpalimé in der Kleinstadt Balanka das Personal einer Bibliothek unterstützen wird. Gemeinsam mit einem 18-jährigen Abiturienten aus Berlin, den Sarah Zeller bereits kennengelernt hat, soll sie ein Freizeitprogramm für Jugendliche entwickeln. Beide haben freie Hand und denken an Hausaufgabenhilfe sowie regelmäßige Spiel-und Sportangebote.

Sarah Zeller hat auch schon mehr als eine Ahnung, was sie nach Afrika machen möchte: Ein Bachelor-Studium mit dem Titel „Internationale Beziehungen“, das im niederländischen Groningen angeboten wird. Das werde vermutlich eine gute Grundlage für die Arbeit im diplomatischen Dienst, den sie sich als Beruf vorstellen kann.

Andere Menschen, andere Kulturen kennenlernen, das finde sie spannend, ebenso wie andere Sprachen oder neue Denkweisen, schildert die 18-Jährige, die als Schülerin ein Jahr in der Eutiner Partnerstadt Lawrence verbracht hat. Für ihre Arbeit in Balanka hat sie sehr professionell ein Faltblatt herausgegeben mit der Bitte, ihre Arbeit in Togo mit Spenden zu unterstützen.

Was aus den Spenden wird, können Leser des Ostholsteiner Anzeigers unmittelbar erfahren: Im OHA wird Sarah Zeller regelmäßig aus dem westafrikanischen Land berichten.

>Zur Unterstützung der Arbeit von Sarah Zeller in Balkana gibt es ein Spendenkonto: Evangelische Kirchengemeinde Eutin, Iban DE 213522400000003765, Bic NOLADE21HOL, Stichwort Sarah-Togo

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