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Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 13:28 Uhr

Eutin : Sanierungsmarathon bei der Polizeischule

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Land investiert Millionen für neue Unterkünfte, Lehrsäle und Sporthallen in Eutin.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 00:10 Uhr

Es ist die größte Sanierung seit dem Bau der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung (PD  AFB), die derzeit auf der Hubertushöhe läuft: Das Land investiert Millionen, um die räumlichen Voraussetzungen für modernen Unterricht der Polizeischüler zu schaffen. 2013 begann der Sanierungsprozess, bis etwa 2024 wird er noch dauern, schätzt Natali Fricke, Sprecherin des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein.

Vier Gebäude sind bislang saniert worden in Sachen Trinkwasser, Schadstoff, Dämmung und Brandschutz, berichtet Gunnar Asmussen, Leiter der Wirtschaftsverwaltung der PD  AFB. Zwei davon sind Bürogebäude, zwei sind Unterkunftsgebäude mit Platz für jeweils rund 120 Schüler. „Dies reicht aber nicht, deshalb gibt es erste Planungen für zwei neue Unterkunftsgebäude“, sagt Asmussen. Die sollen mit je 75 Doppelzimmern samt Nasszelle errichtet werden. In den alten Gebäuden gibt es noch Gemeinschaftsbäder. Baubeginn für das erste der beiden Häuser soll im Frühjahr 2020 sein, das zweite im Herbst 2020 begonnen werden. „Fertigstellung ist für beide zwei Jahre später, also 2022 geplant, wenn wir erste Appartements in Wilhelmshöhe zurückgeben müssen“, sagt Asmussen. Derzeit hat das Land 110 Appartements auf Wilhelmshöhe gemietet, die meisten davon für die Polizei. Zwischen 2022 und 2025 werden jährlich zwischen 30 und 50 der Wohnungen an die neuen Eigentümer zurückgegeben, die die Wohnungen für Senioren renovieren wollen (wir berichteten). „Sind die Häuser gebaut und die Sanierungen der anderen fertig, haben wir Platz für 500 Auszubildende und damit sind wir auskömmlich“, sagt Asmussen mit Blick auf die steigende Zahl der Polizeischüler von rund 400 pro Jahr. Wegen der Zeit der praktischen Ausbildung seien nie alle Nachwuchspolizisten gleichzeitig am Standort. Das Land und die Polizei denken sogar daran, nach Abschluss der Sanierung die Fortbildungsstelle in Kiebitzhörn aufzugeben und auf das Gelände Hubertushöhe zu verlegen. Kleinere Lehrsäle für die Fortbildungsgruppen gebe es genug, neue große für die Schüler seien geplant.

Zwei große finanzielle Brocken neben den Unterkunftsgebäuden sind eine Einsatztrainingshalle für 8,3 Millionen Euro und ein neuer Wirtschaftstrakt (geschätzte Baukosten allein rund elf Millionen Euro). Seite 3

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