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Ostholstein : Sanierung der B 76 soll im Juni starten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Verkehrsminister Meyer und Straßenbetriebe-Chef Sommerburg stellen die Reihe der geplanten Straßensanierungen in Ostholstein vor.

von
erstellt am 10.Apr.2017 | 14:21 Uhr

Wer wegen Baustellen im Stau steht oder Umwege fahren muss, ist genervt. Wer auf kaputten Straßen unterwegs ist, auch. Schuld an beidem ist meistens ein anderer Stau: Von einem Investitionsstau bei der Sanierung und Instandhaltung von Straßen spricht Reinhard Meyer (SPD), für Wirtschaft und Verkehr zuständiger Minister des Landes. 25 bis 30 Jahre lang sei dieser Stau aufgebaut worden.

Bei einem Besuch der Autobahn- und Straßenmeisterei Scharbeutz stellte Meyer gestern gemeinsam mit Jens Sommerburg, Leiter der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, die Straßenbaupläne für dieses Jahr im Kreis Ostholstein vor. Den Versäumnissen der vergangenen Jahrzehnte werde man mit einem stark aufgestockten Budget begegnen: Mehr als die Hälfte des Gesamtetats seiner Niederlassung von rund 76 Millionen Euro flössen in den Straßenbau in Ostholstein, sagte Sommerburg.

Die Sanierungen brächten zwangsläufig Behinderungen für Autofahrer mit sich. Meyer bat um Verständnis: „Wenn wir jetzt nichts tun, wird alles in ein paar Jahren nur noch schlimmer.“ Um Beeinträchtigungen möglichst klein zu halten, werde erheblicher Planungsaufwand betrieben. Unter anderem habe man sich mit Kommunen und Touristikern über geeignete Zeiten und Verfahrensweisen verständigt.

Im Falle einer Deckenerneuerung der B  501 von Grönwohldshorst bis Grube werde es sowohl zu Pfingsten wie auch zum Gildefest in Grube keine Behinderungen geben, für das Gildefest vom 16. bis zum 18. Juni würden die von Ende Mai bis Juli laufenden Bauarbeiten unterbrochen. Bei der Ortsdurchfahrt in Pansdorf würden nur kurze Abschnitte von maximal 350 Meter Länge halbseitig erneuert.

Eine halbseitige Erneuerung lasse sich nicht immer realisieren, denn die dadurch entstehende Naht in der Fahrbahnmitte bedeute immer Abstriche in puncto Haltbarkeit: „Die Naht bedeutet ein potenzielles Einfallstor für zerstörende Einflüsse“, gab Sommerburg zu bedenken. Bei der Sanierung der B  76 zwischen Eutin und Middelburg etwa sei eine Vollsperrung unumgänglich, da in der „Kuhlbuscher Senke“ nicht nur der Fahrbahnbelag, sondern auch der Untergrund saniert werden müsse. Die Instandsetzung werde etwa 2,1 Millionen Euro kosten. Nach derzeitigem Planungsstand würden die Arbeiten voraussichtlich zwischen Anfang Juni und Mitte bis Ende August erfolgen.

Eine konkrete Zeitplanung werde mitunter erschwert, wenn bestimmte Arbeiten an Bedingungen geknüpft seien: Für die Erneuerung eines Tragseils und diverser Träger der Fehmarnsundbrücke müssten mindestens 20 Grad Celsius herrschen, und der Wind dürfe nur maximal Stärke vier wehen – nicht sehr typische Wetterverhältnisse für diese Ecke.

Weitere Projekte: Der Vollausbau der K  43 zwischen Avendorf und Burg, die Aalbekbrücke in Niendorf und eine Brücke über die A  1 in Altenkrempe im Zug der B  501. Schließlich ist auch
die Schwentinebrücke in Malente in der Projektliste.


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