Sana: „Aus Eutin nur grünes Licht“ – Konzept erwartet

shz.de von
18. Januar 2018, 00:53 Uhr

Wie sicher ist ein Neubau der Sana-Klinik in Eutin und muss sich die Stadt Sorgen machen, dass Sana den Notfallversorgungsvertrag zurückgeben könnte? Das wollten Mitglieder des Hauptausschusses unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ am Dienstagabend von Bürgermeister Carsten Behnk wissen.

Er beruhigte, die Stadt habe seit Bekanntwerden der sich zuspitzenden Situation aufgrund unzähliger Wassrerrohrbrüche engen Kontakt zum Sana-Geschäftsführer Klaus Abel gehabt: „Wir haben sofort auf mögliche Flächen geschaut und können sagen, dass wir genügend und ausreichend große Flächen hätten und mehrere verkaufsbereite Grundstückseigentümer.“ Auch sei das Ergebnis aus zwei Krisensitzungen mit Stadt, Kreis und Sozialministerium gewesen, dass es aus Eutin nur grünes Licht gebe. Behnk: „Aber man muss deutlich sagen, der Ball liegt nicht in unserem Feld, sondern im Feld der Sana.“ Auch der Kreis erwarte dringend das Konzept, aus dem hervorgehe, was nun eine Sanierung und was ein Neubau kosten würde.

Monika Obieray von den Grünen sagte: „Ist doch klar, dass die Sana den Neubau bevorzugt, den zahlt das Land. Die Sanierung müssten sie selber zahlen“. Es zeichne sich ab, dass ein Neubau teurer werde als die Sanierung, sagte Behnk.

Malte Tech (FWE) erklärte, Gespräche mit dem Sozialministerium und Abel geführt zu haben. Er hält das Krankenhaus für sanierungsfähig. Das Sozialministerium sei, das sei aus Schriftsätzen zu erkennen, bislang der gleichen Auffassung und warte nun auf die umfangreiche Aufklärung durch die Sana. „Ein Neubau würde doch mindestens fünf Jahre dauern und in der Zwischenzeit müssten die Wasserschäden in der bestehenden Klinik auch behoben werden. Wie soll das gehen?“, fragte Tech.

CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Rachfahl wollte wissen, ob die Sana auch andere Standorte außerhalb Eutins im Blick habe. Behnk: „Eutin wird von allen präferiert, wir werden vom Sozialministerium und dem Kreis Ostholstein unterstützt, und auch die Sana hat nichts anderes gesagt.“ Die Landesplanung achte darauf, dass die Kliniken dort seien, wo die Menschen lebten. Im Krankenhausbedarfsplan sei Eutin gesetzt, betonte Behnk.

„Was passiert mit der Infrastruktur, die wir geschaffen und vorbereitet haben?“, wollte Rachfahl wissen. „Es war bauauftragsreif. Aber der Investor ist jetzt erstmal auf Stand-by.“ Doch eines sei klar, sagte Behnk: „Er wird nicht ewig warten“. Sollte die derzeitige Fläche von rund 81 000 Quadratmetern am Kleinen See langfristig frei werden, sei das in Nordwestlage nicht der schlechteste Stadtteil Eutins.

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