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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 02:11 Uhr

Sammlung zieht in ehemalige Bank

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Regionalgeschichtliches Museum in Pönitz: Depot muss Dachboden in Schule räumen und den Standort wechseln

Als „spannende Nummer“ bezeichnete Dr. Kersten Jungk (kl. Foto), Vorsitzender des Museums für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz, das vergangene Jahr. Im März hatte der Verein erfahren, dass er die Museumswerkstatt auf dem Dachboden der Pönitzer Gemeinschaftsschule räumen musste, denn die Schule soll umgebaut und erweitert werden. Doch wann die Bauarbeiten beginnen und der Verein somit ausziehen musste, erfuhr der Vorstand monatelang nicht. Bis zum 15. November, als die Räumung der Werkstatt zum 15. Januar 2016 angesetzt wurde.

„Wir hatten keine Vorlaufzeit“, berichtete Jungk bei der 28. Jahresversammlung des Vereins am vergangenen Wochenende. Immerhin sei die Vorweihnachtszeit gewesen und die Vereinsmitglieder im Durchschnitt über 70 Jahre alt. In einem für seine Mannschaft enormen Kraftakt seien die Exponate verpackt und zum Teil in ein neu geschaffenes Lager im Museum in der Lindenstraße gebracht worden.

Für dieses Lager hatten die Ehrenamtlichen im Laufe des vergangenen Jahres in Eigenleistung den Dachboden ausgebaut. Rund 60 Quadratmeter stehen dort nun zur Verfügung – allerdings nur für Textilien und historisches Kinderspielzeug. „Der Holzfußboden hier kann nicht so stark belastet werden“, erläutert Jungk. Deshalb wurde das alte Klassenzimmer für drei Jahre an das Ahrensböker Heimatmuseum ausgeliehen. Und der Rest der Sammlung staube gut verpackt auf dem Dachboden der Schule ein. Aber nicht mehr lange – denn Jungk hatte auch gute Nachrichten für die rund 30 Vereinsmitglieder, die zur Versammlung gekommen waren. „Im Juli können wir unser neues Depot im Volksbankgebäude beziehen“, berichtete der Vorsitzende. Die Gemeinde Scharbeutz habe das Gebäude gekauft und stelle dem Museum dort trockene und saubere Räume zur Verfügung. „Das sind dort wirklich erstklassige und sehr schöne Räume“, freute sich Jungk. Ausstellungen werde es dort allerdings nicht geben.

Auf den geplanten Anbau an das Museum aber muss der Verein noch etwas länger warten. Zwar waren zwischenzeitlich rund 600  000 Euro dafür in den Haushalt der Gemeinde Scharbeutz eingestellt worden, doch diese wurden später auf 36  000 Euro für die Planungskosten reduziert worden. „Das Geld für die Planungen steht jetzt zwar bereit – aber dafür ist die Architektin noch mit dem Umbau der Schule beschäftigt“, musste Jungk den Vereinsmitgliedern mitteilen. Und wenn die Architektin mit den Museumsplänen beginnt, dauere es noch mindestens ein dreiviertel Jahr, bis schließlich auch mit dem Bau begonnen werden könne. „Der Anbau kommt also frühestens 2017“, sagte Jungk. Aber der Vorstand sei weiterhin optimistisch, dass alles gelinge.

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erstellt am 10.Apr.2016 | 17:09 Uhr

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