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Bürgermeisterwahlkampf in Malente : Salomon kassiert Schläge und Tritte

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen zwei junge Männer.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2016 | 14:35 Uhr

Aufregung im Malenter Bürgermeisterwahlkampf: CDU-Kandidat Hans-Werner Salomon kassierte nicht nur Beleidigungen, sondern auch Tritte und Schläge, als er zwei junge Männer stellen wollte, die gerade mehrere Wahlplakate beschädigt hatten. Der 60-Jährige erlitt bei dem Geschehen, das sich bereits am Montag, 9. Mai, kurz vor 19 Uhr in der Bahnhofstraße ereignete, mehrere Prellungen. Außerdem wurden seine Kleidung und sein Handy beschädigt.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung gegen zwei polizeibekannte Malenter im Alter von 18 und 22 Jahren. Als diese kurze Zeit nach dem Vorfall gefasst wurden, waren sie erheblich alkoholisiert. Ein Atemalkoholtest habe bei dem Älteren 1,85 Promille und bei dem Jüngeren 0,92 Promille ergeben, erklärte Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck.

Zunächst war Salomons Parteifreund, der pensionierte Polizeibeamte Wolfgang Kienle, auf dem Weg zu einer Fraktionssitzung auf die Täter aufmerksam geworden. Sie hätten Plakate mehrerer Kandidaten abgerissen und zerstört, berichtete Kienle. Als er sie aufgefordert habe, die Plakate wieder aufzuhängen, hätten sie extrem aggressiv reagiert. „Die hätten mich geschlagen, wenn ich nicht zurückgewichen wäre.“ Ein solche Aggressivität habe er während seiner gesamten Dienstzeit kaum erlebt.

Dann sei Salomon, ebenfalls auf dem Weg zur Sitzung, hinzugekommen und habe die Täter angesprochen. „Den haben sie sofort umgehauen“, sagte Kienle, der selbst aufgrund einer Sportverletzung nur eingeschränkt handlungsfähig war. Als der CDU-Fraktionschef am Boden gelegen habe, hätten die beiden Männer auf ihn eingetreten. Schließlich hätten sie ihn ein weiteres Mal zu Boden gebracht und traktiert, weil er ihnen nachgegangen sei. Dann seien die Männer in die Marktstraße geflüchtet.

„Das hätte schlimm enden können“, erklärte Salomon angesichts der Brutalität der Täter. Dennoch würde der Hauptkommissar und stellvertretende Revierleiter in Lübeck „immer wieder so handeln“. „Schließlich sei er aus diesem Grund Polizeibeamter geworden: Um Straftäter zu überführen und anderen Menschen zu helfen.

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