Ostholstein : Sager will Landrat bleiben

Reinhard Sager
Reinhard Sager

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (55) warf gestern seinen Hut in den Ring: Er steht für eine Wiederwahl 2015 zur Verfügung.

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10. September 2014, 04:00 Uhr

Für die Landratswahl 2015 in Ostholstein steht ein Bewerber bereits fest: Reinhard Sager, seit 2001 Chef der Kreisverwaltung in Eutin, hat gestern offiziell seine Bereitschaft erklärt, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. „Diese Arbeit bereitet mir nach wie vor viel Freude“, sagte der 55-Jährige.

Sagers zweite Amtsperiode endet am 2. Juli 2015. In der nächsten Woche soll der Hauptausschuss den Weg zur anschließenden Neubesetzung der Landratsstelle festlegen, das endgültige Wort dazu hat der Kreistag Ende September. Im Normalfall wird die Stelle öffentlich ausgeschrieben und dann durch eine Wahlentscheidung der 59 Kreistagsabgeordneten besetzt. Ein Wahltermin steht noch nicht fest, im Gespräch bisher ist der März 2015. Laut Hauptsatzung amtiert der nächste Landrat erneut acht Jahre.

Sager betonte, er habe seinen Entschluss, nach 2001 und 2006 wieder bei der Landratswahl zu kandidieren, „nach Beratung mit meiner Familie und nach Gesprächen mit allen Fraktionen und der fraktionslosen Abgeordneten im Kreistag getroffen. Die Reaktionen der Fraktionen waren sehr ermutigend, ich spüre sehr viel Rückenwind für eine weitere Amtszeit als Landrat.“

In dem Pressegespräch hob der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende seine „gute, vertrauensvolle und überparteiliche Zusammenarbeit“ mit den Gremien der Selbstverwaltung hervor. Die Leistungsbilanz bei der vielfältig notwendigen Einstellung auf den demografischen Wandel, bei der Haushaltskonsolidierung und bei sozialen Themen wie Integration von Migranten und Barrierefreiheit könne sich sehen lassen. „Wenn man etwas erreicht hat, ist das in der Regel ein Gemeinschaftswerk“, bezog Sager neben seiner Würdigung der politischen Entscheider auch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung in das Positivurteil ein.

Für die Zukunft bleibe die die Lösung der zahllosen Probleme in Ostholstein durch die feste Fehmarnbelt-Querung eine Hauptaufgabe für den Landrat, erklärte Sager. Deutlich kritisierte er das Verhalten des Bundes seit Abschluss des Staatsvertrages mit Dänemark: „Wir brauchen eine Planung, auf die sich die Menschen hier verlassen können. Bisher ist alles mehr Stückwerk als aus einem Guss.“ Seite 3

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