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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 10:21 Uhr

Sagau: Spielplatzbau trotz enger Finanzen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kasseedorf hofft auf Geld der Aktiv-Region / Nachtrag mit höherer Kreditaufnahme

18 Tagesordnungspunkte bewältigte die Kasseedorfer Gemeindevertretung vergangene Woche im Vereinsheim des Griebeler Sportvereines in zwei Stunden. Diskutiert wurde nur über den Bau eines Spielplatzes in Sagau. Eine Mehrheit beschloss, dass für Pläne zum Bau eines Mehrgenerationenspielplatzes im November eine Föärderung bei der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz beantragt werden soll.

Falk Herzog (WUB) und die CDU-Fraktion stimmten dagegen, die Sagauerin Barbara Tenge-Rietberg (CDU) enthielt sich. Alle Gemeindevertreter würdigten das Engagement der Eltern, die dem Spielplatz auch durch Eigenleistungen zu neuer Attraktivität verhelfen wollen. Herzog äußerte allerdings Zweifel, dass ein Spielplatz für 51  000 Euro in die Zeit passe. Er plädierte für den ursprünglich geplanten Kletterturm, der mit Hilfe der Eltern kurzfristig gebaut werden könnte.

Britta Riemann (CDU) teilte Herzogs Befürchtung. Ein so aufwendiger Spielplatz könne Begehrlichkeiten in den anderen Dörfern der Gemeinde wecken. CDU-Sprecher Martin Boesmann nannte eine derartige freiwillige Leistung bei einem Haushaltsfehlbetrag von 361  200 Euro fragwürdig. Besser wäre die Gestaltung des Spielplatzes in kleinen Schritten. Auch EU-Fördermittel seien Steuergelder.

Dem stimmten die Befürworter des Projektes grundsätzlich zu, ein Gesamtpaket werde aber wirtschaftlicher als Salamitaktik. Ute Scharf (SPD) prognostizierte für die „Klein-Klein-Version“ eine insgesamt höhere Summe. Im aktuellen Haushalt der Gemeinde stehen nur 8500 Euro für den Fall, dass die Aktivregion die Förderung ablehnt und die Eltern einen einzelnen Spielturm errichten.

Im einstimmig beschlossenen Nachtragshaushalt stehen Mehreinnahmen durch Steuern und höhere Mehrausgaben von 57  200 Euro für auswärtige Kindergärten und freie Jugendarbeit. Die Forderungen stammen, wie es hieß, aus Vorjahren: Erst jetzt erfolgte die Abrechnung für das Kindergartenjahr 2013, und anteilige Lohnkosten für die Jugendpflegerin in den Jahren 2012 und 2013 waren irrtümlich nicht an den Schulverband gezahlt worden. Weitere Kostentreiber sind die Schulbeiträge für weiterführende Schulen. Das Minus im Haushalt erhöht sich um 14  200 Euro auf 361  200 Euro. Die durch Kredite finanzierten Investitionen steigen um 22  300 auf nun 81  800 Euro. Einen Zehn-Punkte-Plan des Finanzausschusses zur Haushaltskonsolidierung kamen die Gemeindevertreter zur Kenntnis. Dazu gehören moderate Erhöhungen von Mieten und Pachten sowie die Anpassung der Kindergartenbeiträge.

Bei Aufgabe der Spielplätze Am Heisen und Op’n Kamp hofft die Gemeinde, ein letztes Baugrundstück Op’n Kamp verkaufen zu können. Auch der Verkauf des Markttreffs könnte Geld in die Kasse bringen. Das Amt wurde aufgefordert, die Spielräume für Verwaltungsgebühren und Erhebung der Zweitwohnungssteuer zu prüfen.

Für eine geringere Dimensionierung des Spielplatzes in Sagau und die Erhöhung der Hundesteuer für den ersten Hund von 70 auf die vom Innenministerium vorgegebenen 120 Euro gab es keine Mehrheit.

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erstellt am 05.Okt.2015 | 13:03 Uhr

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