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Sagau: Simon Scharf wird stellvertretender Wehrführer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

22 Freiwillige sind in der Sagauer Feuerwehr aktiv. Eng wurde es damit auf der Jahreshauptversammlung dennoch. Nur knapp die Hälfte der Aktiven war erschienen und so bangte Wehrführer Martin Stahl bis zuletzt um die Beschlussfähigkeit der Versammlung. Selbst der neue stellvertretende Wehrführer Simon Scharf fehlte.

Auf einer Dienstversammlung am 20. Januar von den 18 damals anwesenden Kameraden gewählt, verhinderte nun ein heimischer Wasserrohrbruch seine Teilnahme. Stahl, selbst schon im Januar ohne Gegenstimme für weitere sechs Jahre gewählt, verkündete die Ergebnisse der übrigen Wahlen. Mit gleichem Ergebnis hatten sich die Aktiven für Moritz Dieckmann als neuen Gruppenführer und Simon Scharf als seinen Stellvertreter ausgesprochen. Kassenwart Tomas Leffler stellten sie Florian Karkossa als Stellvertreter zur Seite. Auf der Versammlung selbst wählten die Kameraden Dennis Dieckmann zum neuen Gerätewart und Ole Dohse als seinen Vertreter. Stahl dankte seinem scheidenden Stellvertreter Bastian Golze und dem bisherigen Gerätewart Christian Voß für die Unterstützung. Zuvor hatte er Siegfried Quickert in die nun acht Mitglieder zählende Ehrenabteilung überstellt. Der langjährige Jugendfeuerwehrwart und Träger der goldenen Leistungsspange der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr hatte selbst darum gebeten. Stahl: „Siggi war immer ein Feuerwehrmann der Tat. Er wird uns fehlen.“ Mit Hans Howe wurde einem weiteren Urgestein der Sagauer Wehr eine besondere Ehre zu Teil. Im Januar 1957 in die Wehr eingetreten erhielt er die Bandschnalle für 60 Jahren Mitgliedschaft. In der Zeit war Howe über Jahre Wehrführer und auch Stellvertreter. „Du warst maßgeblich am Bau dieses Feuerwehrhauses beteiligt“, erinnerte Stahl. Die Bandschnalle für 40 Jahre erhielt Jens Timm und Florian Karkossa die für zehn Jahre Feuerwehrdienst.

2016 kam die Wehr mit drei Bränden, einer Ölspur und zwei Hilfeleistungen auf sechs Einsätze. Darüber hinaus wurden diverse Dienste und eine Jahresabschlussübung der Gemeindewehr gefahren. Für die „sehr realitätsnahe Ausgestaltung der Übung“ ging ein besonderer Dank an den Kameraden Rolf Nötzold, der nach eigenem Bekunden an einer Fortsetzung arbeitet. „Mit 22 Aktiven ist das Minimum der Wehr erreicht“, sprach Stahl die Personalnöte an.

Kasseedorfs Bürgermeisterin Regina Voß kündigte die Verteilung eines Aufrufes zur Mitgliedschaft in den drei Ortwehren der Gemeinde an alle Haushalte an. Dieses Schreiben habe bereits in Griebel und Vinzier zum Erfolg geführt. Arthur Ahrens, Sagaus Ehrenwehrführer und gleichzeitig Ehrengemeindewehrführer, hatte in seinem Plattdeutschen Grußwort klare Worte: „Jeder Hauseigentümer sollte aktiv sein in der Feuerwehr. Wenn die Feuerwehr eingeht, dann geht auch das Dorf ein.“ Soweit dürfe es nicht kommen. Für 2017 ist der Umbau des Feuerwehrhauses geplant – inklusive Küche und des bisher fehlenden Büros.


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