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Sägebrecht: „Schleswig-Holstein hat mir ins Herz geleuchtet“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 06.Okt.2016 | 15:47 Uhr

NDR info wirbt mit dem Slogan „Wissen, was die Welt bewegt“. Marianne Sägebrecht, die am Mittwochabend im Plöner Schloss in der Reihe „Meyer-Burckhardts Frauengeschichten“ bei NDR info zu Gast war, weiß das. Was die Welt wirklich bewegt. Was sie braucht und was ihr gut tut.

So viel Herzenswärme, Menschenliebe, ja, Güte! Da sitzt sie im Rittersaal des Schlosses und strahlt mit dem Kronleuchter um die Wette. Plön war ihre Bedingung, als Hubertus Meyer- Burckhardt sie fragte, ob sie Lust hätte, für seine „Frauengeschichten“ mit ihm zu plaudern. Sie hatte hier den Film „Das Geheimnis meiner Schwester“ gedreht und „da hat ihr Schleswig-Holstein ins Herz geleuchtet“, so ihre Worte.

Lebendig und farbig erzählt sie von ihrem Großvater, der von enormer Bedeutung für sie war, von ihren Ahnen, die kräuter- und heilkundig waren, von dem Priester in ihrer Jugendzeit, der sie als Mädchen die Epistel am Sonntag vorlesen ließ, was sonst nur Ministranten durften, niemals aber ein Mädchen. Sie war halt immer schon ein bisschen anders. Sie erzählt, wie sie Baumhäuser baute, auf Dächern herumkletterte und wie sie sich immer geschützt gefühlt hat und noch heute fühlt.

Und das erste Lied, das sie ausgewählt hat, ist das von Pippi Langstrumpf. Warum? Weil Marianne Sägebrecht sich auch die Welt so gestaltet, wie sie ihr gefällt oder die Blickrichtung dahin wendet, wo das Positive sich zeigt. Und weil sie nicht nur großherzig, sondern auch ganzherzig ist und Dinge, die ihr nicht stimmig erscheinen, einfach nicht tut. So lehnt sie Filmangebote, die ihr nicht zusagen, rundheraus ab. Nicht, weil sie Starallüren hätte – davon ist sie weit entfernt – sondern weil sie eine Rolle eben immer mit ganzem Herzen spielen muss.

Sie hat so viel zu erzählen, dass Hubertus Meyer-Burckhard Mühe hat, all das zu fragen, was er auch noch wissen möchte. Er ist aber klug genug, sie meistens einfach erzählen zu lassen: natürlich und mit ansteckender Begeisterung. Als sie hinausgehen, bleibt ein berührtes Publikum, das mit großem Applaus dankt. Gern lauscht es noch dem Saxophonisten Dirk Wrenger, der die Begegnung musikalisch umrahmte, um den Eindruck dieser großen und dabei so bescheidenen Frau nachwirken zu lassen. Wer das selbst erleben möchte, kann das ganze Gespräch am Sonntag, 6. November, 16.05 auf NDR info hören.  

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