Schönwalde : Rundweg als "Weg des Friedens"

Viele Besucher machten sich auf den Weg die neuen Ein- und Ausblicke des Rundweges am Fuße der Schönwalder Kirche zu entdecken.  Foto: Marc Dobkowitz
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Viele Besucher machten sich auf den Weg die neuen Ein- und Ausblicke des Rundweges am Fuße der Schönwalder Kirche zu entdecken. Foto: Marc Dobkowitz

Am 1. Advent wurde die "Route 66" feierlich durch den Pastor und den Bürgermeister eingeweiht. 130 Schönwalder erkundeten kurvenreiche Anlage.

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04. Dezember 2012, 11:10 Uhr

Schönwalde | "Unsere Hoffnung ist es, dass viele Menschen diesen Weg gehen werden und hier etwas verstehen und erfahren von dem Weg des Friedens." Mit diesen Worten schloss Pastor Dr. Arnd Heling seine Ansprache zur offiziellen Freigabe des Rundweges durch den künftigen Naturerlebnisraum "Historischer Pfarrhof" Schönwalde. Zusammen mit Bürgermeister Hans-Alfred Plötner, dem Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Dieter Achtenberg, und Jürgen Nagel vom Verein Walk durchschnitt Pastor Heling ein violettes Band.

Walk ist Träger der Qualifizierungsmaßnahme des Jobcenters Ostholstein, zu der unter anderem der Bau des Bohlenwegs gehört. Mit der Errichtung des Weges, der in Anlehnung an den 66. Naturerlebnisraum des Landes den Spitznamen "Route 66" trägt, spreche die Gemeinde eine ausdrückliche Einladung an die Menschen des Dorfes, der Region und darüber hinaus aus. Die kurvenreiche Anlage diene nicht dem Zweck des kürzesten Weges, sondern der schönsten und interessantesten Verbindung, führte Pastor Heling aus.
Ort der Begegnung im Kern des Dorfes

Der Weg beginnt an der Kirche, führt vorbei an den alten Gräbern des Kirchhofes durch den historischen Obstgarten, umrundet als Bohlen- und Kiesweg die Renaturierungsfläche, streift eine Koppel auf der zukünftig Schafe und Ziegen grasen sollen, bevor er am Gelände der Pfadfinder und des Kindergartens wieder auf den Pfarrhof stößt.

Bürgermeister Hans-Alfred Plötner begrüßte, dass die Kirche im Kern des Dorfes einen Ort der Begegnung schaffe. Es wäre schön, wenn sich dort in naher Zukunft auch Vertreter von Kirchengemeinde und politischer Gemeinde zum Austausch zusammenfinden würden, äußerte er einen Wunsch.
Erbsensuppe in der "Scheune der Rast"

Dieter Achtenberg dankte der Kommune für die konstruktive Zusammenarbeit. Ein Teil des Rundweges verläuft über kommunalen Grund.

Als nächsten wichtigen Schritt in der Entwicklung kündigte Pastor Heling die Fertigstellung des Kreuzweges mit 15 Bronzereliefs des Bildhauers Ulrich Lindow zu Pfingsten an (der OHA berichtete). Nach dem Festakt überzeugten sich zahlreiche Schönwalder von der Wegeführung, die 130 Meter als Bohlenweg auf Robinienstämmen lagernd durch das Feuchtgebiet zwischen Kirche und Sportplätzen führt. Auf den 550 Metern klafft noch eine Lücke von 75 Metern, die ebenfalls als Bohlenweg eine von Binsen geprägte Passage überbrückt.

In der "Scheune der Rast" im Mittelpunkt des Pfarrhofes boten die Pfandfinder Erbsensuppe, Würstchen, heiße Getränke und Waffeln an. Vor der Scheune sorgten Feuerkörbe für die nötige Wärme und Gelegenheit zum Austausch.

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