Rund 2100 Besucher beim Ostereiermarkt

Nike und Runa und ihrer Mutter Britta Wirth aus Bujendorf haben es die Motive aus Kinderbüchern am Stand von Beatrix und Klaus Soltau angetan.
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Nike und Runa und ihrer Mutter Britta Wirth aus Bujendorf haben es die Motive aus Kinderbüchern am Stand von Beatrix und Klaus Soltau angetan.

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20. März 2017, 00:42 Uhr

Draußen 0 Grad und Schneefall, drinnen eine Warteschlange an der Kasse. Während die Händler in der Innenstadt mit deutlich mehr Kunden zum verkaufsoffenen Sonntag gerechnet hatten, gaben sich die Eier-Freunde im Museum die Klinke in die Hand.

„Heute ist richtiges Museumswetter“, erklärte Dr. Julia Hümme, Leiterin des Eutiner Ostholstein-Museums, am gestrigen Sonntag angesichts der sich drängenden Besuchermassen beim 23. Ostereiermarkt. Rund 2100 Besucher zählte das Museum an beiden Tagen.

Auch das Backen für Kinder mit Manfred Klausberger und Christa Bollow am Sonnabend und Sonntag sei gut angenommen worden. Die Rotarier verkauften erstmals Loseier für den guten Zweck, und drei neue Aussteller hatten es geschafft, einen Standplatz zu bekommen. Dafür müssen laut Hümme aus Platzgründen jeweils drei andere pausieren.

Zum ersten Mal stellten Maria Popescu-Thomsen aus Sollwitt, Marlene Fischer aus Flensburg und Heide Staecker aus Westerhorn in Eutin aus. Allen drei gefiel die besonders schöne Atmosphäre im Museum. Und sie meinten übereinstimmend, dabei völlig unabhängig voneinander, dass sie gern im nächsten Jahr wiederkommen würden.

Maria Popescu-Thomsen hat die Wachstechnik aus der Bukowina mit anderer Grundierung und einer abschließenden Lackschicht verfeinert und moderner gemacht. „Das kommt gut an.“ Manche der Eier perforiert sie mit einem Zahnarztbohrer. Das Gerät gehört auch zur Ausrüstung von Marlene Fischer. Sie präsentiert moderne Ornamentik in Farbe. Mit den Worten „Gänseeier sind stabil“ lässt sie Besucher eines der filigranen Exponate auf Wunsch auch einmal in die Hand nehmen. „Geduld muss man haben“, sagt Heide Staecker aus Westerhorn. Sie war früher Töpferin und malt seit Anfang der 80er-Jahre Motive nach Ludwig Richter auf doppel-dottrige Gänseeier. Auch von ihr entworfene Früchtestillleben verzieren das eine und andere Ei.

26 Aussteller waren in diesem Jahr mit unterschiedlichsten Techniken dabei. Scherenschnitt-Eier präsentierte Jessica Hagen aus Seevetal. Filigrane Ätzmotive und Lochmuster kamen von Maria Geroly Tamásné aus Ungarn. Japanisches Papier auf Eiern ist die Kunst von Barbara Krebs aus Husum. Am Stand von Beatrix und Klaus Soltau aus Siek brauchten Nike und Runa und ihre Mutter Britta Wirth aus Bujendorf lange, um sich zu entscheiden. Die Menge an Eiern von Strauß, Gans, Huhn, Fasan und Taube hatte es ihnen angetan. Die Hobbykünstler bemalen die filigranen Leinwände mit Motiven aus Kinderbüchern in Aquarell und Acryl.

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