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Malente : Rund 100 Gäste kamen zur „Immenhof-Gala“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Aus Anlass einer Gala zu Ehren von Heidi Brühl, die 75 geworden wäre, kamen Sonnabend rund 100 Gäste ins Uwe-Seeler-Fußballzentrum - darunter Schauspielprominenz.

„Ein Talent wie sie war im Deutschland der sechziger und siebziger Jahre nicht vorgesehen“ schrieb der Spiegel zum Tod von Heidi Brühl 1991. Die Schauspielerin und Sängerin startete ihre Karriere als Kinderstar mit den Immenhof-Filmen, konnte aber trotz international anerkannter Film-, Musical- und Theaterarbeit nie an frühere Erfolge anknüpfen.

Dennoch hat sie auch heute noch viele Fans. Aus Anlass einer Gala zu ihrem 75. Geburtstag waren am Sonnabend rund 100 Gäste ins Uwe-Seeler-Fußballzentrum Malente gekommen. Sogar aus Bamberg kamen Fans.

Zur Erinnerung an die Schauspielerin intonierten ihre Kinder Clayton Halsey und Nicole Brühl-Halsey gleich zu Beginn deren größten Hit „Wir wollen niemals auseinandergehn“, der 1960 acht Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Hitparade lag. Geprägt wird die Wahrnehmung des blonden Multitalents und „Fräuleinwunders“ allerdings auch heute noch stark von ihrer Präsenz auf dem „Immenhof“. Zwischen 1955 und 1974 wurden fünf Filme auf Gut Rothensande bei Malente gedreht, in den 1990er Jahren ließ man den Pferdehof in einer Vorabendserie wieder aufleben. Mario Würz, Veranstalter der Gala, ist ein eingefleischter Heidi-Brühl-Fan und pflegt das Immenhof-Vermächtnis. So war der Festsaal denn auch mit diversen Immenhof-Devotionalien ausgestattet: Neben Filmplakaten, Büchern und Zeitungsausschnitten waren auf einer Leinwand auch Ausschnitte aus alten Immenhof-Filmen zu sehen. Insgesamt wurden fünf Immenhof-Filmpreise vergeben: Claudia Rieschel und Horst Janson bekamen Ehrenpreise für ihr Lebenswerk, Josefine Preuß wurde als beste Hauptdarstellerin in der Serie „Das Sacher“ geehrt, Gesine Cukrowski als beste Hauptdarstellerin in der Inga-Lindström-Verfilmung „Familienbande“. Die als beste Nachwuchsdarstellerin in der Serie „Armanns Geheimnis“ prämierte Sinje Irslinger war verhindert und nahm den Preis nicht persönlich entgegen.

Mario Würz erwies sich über den Abend als recht versierter Talkmaster. Manchmal nahmen ihm seine Gäste allerdings auch das Heft aus der Hand: Der Talk mit Gesine Cukrowski und ihrer Freundin, der Schauspielerin Chrissy Schulz, geriet zu einer höchst unterhaltsamen Plauderei aus dem Nähkästchen.

Ehrengast Horst Janson, dessen eindrückliche Filmografie allein als Aufzählung abendfüllend gewesen wäre, präsentierte sich trotz hohen Alters geistig wie körperlich fit und brillierte durch Witz und Natürlichkeit. Für seine Fans nahm er sich geduldig Zeit.

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