Eutin : Rückenleiden: Zahl gestiegen

Nils Junker und Nadine Sevegnani stellten den DAK-Gesundheitsbericht vor.
Nils Junker und Nadine Sevegnani stellten den DAK-Gesundheitsbericht vor.

DAK-Gesundheitsreport stellt Krankenstand in der Region vor.

shz.de von
11. September 2018, 12:36 Uhr

In den Kreisen Plön und Ostholstein ist der Krankenstand laut dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für Schleswig-Holstein unverändert bei rund vier Prozent geblieben. Dabei ein Dauerthema: Rückenschmerzen. Mehr als drei Viertel der Befragten litten in den letzten zwölf Monaten daran. Damit ist die Hauptursache für Fehltage in Schleswig-Holstein die Erkrankungen am Muskel-Skelett, zu denen Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle gehören. „Leider zeigt sich auch bei uns in Plön und Ostholstein, dass es trotz eines verstärkten Engagements im Betrieblichen Gesundheitsmanagement noch keine signifikante Verbesserung gibt“, so Nils Junker, Chef der DAK-Gesundheit Eutin. Krankmeldungen wegen Rückenschmerzen gehen bei der DAK in Schleswig-Holstein allerdings nur spärlich ein: 17 Prozent der Betroffenen melden sich deshalb krank. Als Selbsthilfe wenden die Betroffenen, Wärme ein, nehmen Schmerzmittel oder bewegen sich. „Die erste Wahl ist Bewegung, um die Muskulatur aufzubauen und zu stärken“, erklärt Nadine Sevegnani, Geschäftsführerin des Ärztenetzes Eutin-Malente. Vermeiden sollte man laut ihrer Aussage „schlechte Bewegungen“, wie das Heben schwerer Gegenstände aus einer ungünstigen Position heraus. Viele Faktoren sind für eine Krankmeldung bei Beschwerden am Rücken ausschlaggebend: Häufiges Arbeiten in unbequemer Haltung, Übergewicht/Adipositas, Arbeit an der Grenze der Leistungsfähigkeit, Grad der Chronifizierung und die Stärke der Schmerzen. Zudem ergänzt Nils Junker, Chef der DAK-Gesundheit Eutin: „Wenn die Mitarbeiter nicht mit Freude zur Arbeit gehen, ist die Zahl der Krankmeldungen höher.“ Das bestätigt auch die Befragung der DAK-Gesundheit. „Da sich Stress und psychische Belastungen stark auf die Rückengesundheit auswirken können, sollte dieser Aspekt stärker bei Diagnose und Behandlung berücksichtigt werden“, fordert Junker. Als erste Reaktion auf die aktuelle Studie bietet die DAK-Gesundheit ihren Versicherten ein neues Online-basiertes Therapieunterstützungsprogramm für Menschen mit Rückenschmerzen an.

Neben Erkrankungen am Muskel-Skelett (23,6 Prozent) gehören nach dem Bericht nach zu den Hauptursachen für langfristige Arbeitsunfähigkeit in den Kreisen Plön und Ostholstein psychische Erkrankungen (18,6 Prozent) sowie Atemwegserkrankungen (13,5 Prozent) wie Erkältungen oder Bronchitis. Im Landesvergleich liegen die Erkrankungen am Muskel-Skelett sowie am Atmungssystem über dem Durchschnitt und sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Mehr Infos unter www.dak.de/rue cken oder www.aerztenetz-eutin.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen