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Absage an Idee zur Eutiner Landesgartenschau : Ruderer wollen Vereinsheim keiner Sichtachse opfern

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine klare Absage an die Idee erteilt die Mitgliederversammlung der Idee, dass ein Teil des Vereinesheimes abgerissen werden sollte, damit eine Sichtachse durch den Seepark entstehen kann.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Eigentlich wollte Bauamtsleiter Bernd Rubelt den Mitgliedern des Germania Rudervereins Eutin (GRVE) Zeit lassen: Bis Ende März sollten sie erklären, was sie von einem Abriss eines Teils des Vereinsheimes und einen Neubau an anderer Stelle hielten. Doch die Antwort kam prompt am Freitagabend in der Mitgliederversammlung: Mit nur einer Gegenstimme wurde diese Idee abgelehnt.

Rubelt hatte den Vorschlag des Planungsbüros A24 im Zug der Ideenfindung zur Landesgartenschau 2016 erläutert. Für eine Sichtachse durch den Seepark stünde ein Anbau des GRVE-Vereinsheims im Weg. „Diese Bauarbeiten können auch eine Chance für den Verein sein,“ warb Rubelt.

Überraschend für die Ruderer war dessen Aussage, dass die angedachten Sichtachsen gar nicht bis zur Landesgartenschau fertig sein würden. Sie seien vielmehr Teil der nachhaltigen Stadtentwicklung.

Welche Kosten jedoch auf die Ruderer zugekommen wären, konnte Rubelt noch nicht sagen. Nur, dass die Stadt die Kosten für den Abriss übernähme und dass der Verein für einen Neubau Fördergelder bekommen würde. Bereits erhaltene Fördergelder aber gaben letztlich den Ausschlag dafür, dass die Ruderer sich gegen einen Neubau aussprachen. „Bei einem Abriss müssten wir Fördergelder zurückzahlen“, erklärte Vorsitzender Wilken von Behr. „Und auch mit neuen Zuschüssen haben wir nicht das Geld für einen Neubau“, fügte er hinzu.

Ganz alleine aber wollen die Ruderer die Stadt nicht lassen. Sie beschlossen die Gründung einer Arbeitsgrupe, die der Stadt bei künftigen Planungen helfen soll.

Für von Behr war es die letzte Hauptversammlung als Vorsitzender: Nach 14 Jahren stellte er aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung. „Es ist mir ein Herzenswunsch, dass der GRVE seine Ausstrahlung für alle Altersstufen behält“. Er werde aber nicht weg sein, kündigte der sichtlich bewegte von Behr an, der dem Verein seit 25 Jahren angehört. Vielmehr werde er sich weiter im sportlichen Bereich um die Jugend kümmern.

Zum neuen 1. Vorsitzenden wählten die Ruderer mit zwei Enthaltungen Wulf Schöning (Zarnekau), der weiter auch Wart für Wanderfahrten bleiben will. „Ich versuche mit kleinen Füßen in die großen Fußstapfen von Wilken zu treten“, sagte Schöning nach der Wahl, aber auch kritische Worte für seinen Vorgänger: Als Ruderer sei Wilken von Behr „manchmal anstrengend und wenig rücksichtsvoll“ gewesen.

Ein spezielles Programm habe er nicht für seine Amtszeit, sagte Schöning. Aber er wolle daran arbeiten, dass durch die Teamregatten, die zusammen mit dem Ostholsteiner Anzeiger organisiert worden waren, mehr Interessierte in den Verein eintreten. Durch die bisher drei Mal organisierte Regatta habe der Verein zwar einen ungeheuren Bekanntheitsgrad in Eutin erworben, Neueintritte aber habe es durch diese Veranstaltung bisher aber keine gegeben.

Auch Wilken von Behr nannte die Firmenregatta eine gute Werbung für den Verein. Von Jahr zu Jahr verbessere sich die Qualität der Teams. „Und im Jahr der Landesgartenschau wird die Regatta einen Mordstrubel machen“, prophezeite er.

Neben dem Vorsitz standen weitere Wahlen auf der Tagesordnung. Der 2. Vorsitzende Klaus-Peter Voß, die 3. Vorsitzende Ingrid David, die Schriftführerin Vera Hennig sowie der aus Ina Maeder, Helmuth Vitt und Wolfgang Noel bestehende Ältestenrat wurden bestätigt. Neuer Wart für Boote wurde Carsten Röben, die Belange der Frauen vertritt künftig Meike Schmidt.

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