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Überlegungen zur Zukunft : Rotstift bedroht Plöner Schlosskonzerte

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Für Schlosskonzerte gibt die unter extremem Sparzwang stehende Stadt 2015 kein Geld mehr. Der städtische Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten berät, wie es trotzdem weiter gehen kann.

Seit 1971 gehören die Plöner Schlosskonzerte zum festen kulturellen Angebot der Stadt. Ende des Jahres wird nach dem vorliegenden Programm das 294. Schlosskonzert stattfinden. Es könnte das letzte sein. Die Finanzierung der Reihe ist Thema im städtischen Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag (8. Mai) um 18.30 Uhr im Rathaus.

Die Stadt hatte im Zuge der Konsolidierung des Haushaltes den Zuschuss für die Schlosskonzerte in diesem Jahr von 16000 auf nur noch 7000 Euro reduziert. Als Konsequenz wurde in diesem Jahr die Zahl der Konzerte von sieben auf fünf verringert und es wurden die Eintrittspreise erhöht.

Ziel ist, dass sich die Schlosskonzerte allein tragen können. Dazu haben Mitarbeiter der Verwaltung an einem Konzept gearbeitet und Gespräche mit möglichen anderen Veranstaltern geführt, darunter die Vorsitzenden der beiden Plöner Vereine „Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön“ (Dr. Helmut Kunst) und „Prinzenhaus zu Plön“ (Dr. Silke Hunzinger). Dabei wurde der Verzicht auf Raummieten, die Übernahme von Kosten oder sogar der ganzen Veranstaltungsreihe gesprochen. Dazu werden bis zum Donnerstag die Ergebnise von Gesprächen in den Vorständen erhofft.

Die Zahl der Abonnenten der Konzertreihe ist in diesem Jahr rückläufig. Sie sank von 54 auf 47 Abonnenten. Dabei war das erste Konzert mit 130 Besuchern ausverkauft, das zweite mit 88 Besuchern durchschnittlich besucht. Nach diesen zwei Konzerten wurden 5300 Euro eingenommen. Vorsichtig wird mit weiteren Einnahmen aus den drei verbleibenden Konzerten von knapp 4000 Euro kalkuliert.

Sollte sich keiner der beiden Vereine bereit erklären, die Tradition der Plöner Schlosskonzerte fortzuführen, liegt die Entscheidung bei der Stadt. Denn: ohne städtischen Zuschuss wird es am Ende nicht gehen. Doch die Stadt hat sich anscheinend festgelegt: 2015 soll es keinen Zuschuss mehr geben.

 

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erstellt am 03.Mai.2014 | 12:00 Uhr

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