Rosengarten könnte vor dem Markt saniert werden

Noch fehlt ein Beschluss, den Rosengarten vorzuziehen.
Noch fehlt ein Beschluss, den Rosengarten vorzuziehen.

shz.de von
02. März 2017, 00:00 Uhr

Kann die Straße Am Rosengarten tatsächlich vor dem Markt saniert werden? Thomas Menke aus dem Vorstand der Eutiner Wirtschaftsvereinigung (WVE) hatte am Rande der Jahresversammlung von positiven Signalen aus der Politik gesprochen, die Reihenfolge der geplanten Stadtsanierung noch einmal zu überdenken (wir berichteten). Die Kaufleute sehen in der Straße Am Rosengarten dringenderen Handlungsbedarf als auf dem Marktplatz, der eigentlich nach der Sanierung der Peterstraße ab frühestens Mitte 2018 folgen sollte.

Was sagen die Fraktionen? „Wir stehen in ständigem Dialog und haben viel miteinander gesprochen. Aber ob das umsetzbar ist, müssen wir sehen. Da müssen wir alle an einem Strang ziehen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Westphal. Die Entscheidung der Kaufleute, den Dialog mit Stadt und Politik nicht abzubrechen und die Bürgerinitiative nicht zu unterstützen, hält Westphal für „sehr verantwortungsvoll“.

Gesprächsbereit zeigte sich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Rachfahl: „Der Entwurf mit der Platzsituation am Rosengarten wurde von allen als sehr gut empfunden, als er damals vorgestellt wurde. Es ist alles nicht in Stein gemeißelt, aber es muss auch Sinn machen. Und natürlich sind wir dann auch gesprächsbereit.“

Die Grünen, die sich immer für die Stadtsanierung und ein moderneres Eutin stark gemacht haben, freuten sich sogar, von der Offenheit der anderen Fraktionen zu lesen. „Wir haben von Anfang an den Rosengarten in der Bedeutung nach vorne gestellt. Haben aber dann von der Verwaltung das Signal bekommen, dass es nur in der bisher bekannten Reihenfolge möglich ist. Wenn wir das Thema jetzt nochmal anfassen wollen, sind wir die letzten, die sich da querstellen“, sagte Monika Obieray (Grüne).

Auch bei FDP und Freien Wählern haben die Kaufleute mit ihrem Wunsch offene Türen eingerannt: „Aus unserer Sicht ist es ohne Weiteres möglich, nach der Peterstraße auf den Rosengarten umzuschwenken. Die Stadtentwässerung hat dann aber einiges zu leisten“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Jens-Uwe Dankert, der in seiner Fraktion bei diesem Thema nur auf positive Resonanz gestoßen ist. Dankert will den Kontakt zu den anderen Fraktionen aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Malte Tech (FWE) findet die Idee gut: „Wir sollten sogar als erstes den Rosengarten anfassen und die Peterstraße zurückstellen. Die haben wir noch nicht ausdiskutiert.“

Nach Auskunft der Verwaltung sind die Sanierungsmaßnahmen der Peterstraße bis Mitte 2018 geplant, die Fördermittel für den Rosengarten für das drauffolgende Jahr 2019 beantragt. Einen gültigen Beschluss, die bisher geplante Reihenfolge der Sanierung entsprechend zu ändern, bräuchte es allerdings noch.

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