zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 07:56 Uhr

Ronald Dobe hat Visionen für Plön

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neuer Vorsitzender des Vereins Stadtmarketing Plön am See möchte im nächsten Jahr ein zweitägiges Altstadtfest in Plön etablieren

von
erstellt am 31.Mai.2017 | 14:55 Uhr

Er ist 40 Jahre alt, wohnt mit Frau Kristin und drei Kindern seit knapp zwei Jahren im eigenen Haus in Ascheberg und hat viel in Plön vor: Ronald Dobe. Seit ein paar Wochen ist Dobe als Nachfolger von Karsten Struck Vorsitzender des Vereins Stadtmarketing Plön am See. Der gelernte Diplom-Sozialwirt mit Schwerpunkt Marketing und Kommunikationswissenschaften hat in Plön viel vor. Mit dem OHA spricht Ronald Dobe über seine Visionen für Plön.

Ronald Dose ist multifunktional. Im vergangenen Jahr eröffnete er mit Frau Kristin in Plön die Werbeagentur „Dobe hoch zwei“ mit dem Schwerpunkt online-Marketing. Außerdem betreiben Kristin und Ronald Dobe das „Concilium Culinarium“ in der Lange Straße.

„Wir realisieren hier ein neues Gastronomie-Konzept – eine Bauchentscheidung“, schmunzelt Dobe. Eine Tapas-Bar mit spanischem Flair, Möbeln und Accessoires. Das Ehepaar beschäftigt bereits fünf Mitarbeiter. Kristin Dobe ist nach Übernahme des Vorsitzes ihres Mannes als bezahlte Mitarbeiterin beim Stadtmarketing ausgeschieden. „Betriebe und Familie engten meine Zeit sehr ein“, sagte sie.

Während des Studiums in Göttingen war der offenbar geschäftstüchtige Ronald Dobe schon Teilhaber einer Cocktailbar. Mit 16 Jahren veranstaltete er seine ersten Events, brachte den Weihnachtsmarkt in Göttingen neu in Schwung. Mit Erfolg. Seine Kenntnisse in der Organisation von Veranstaltungen will Ronald Dobe auch in Plön anwenden. Frei nach dem Motto „Der Stadt etwas Gutes tun“. Die Dobes waren schnell in Ascheberg und Plön angekommen, sind bereits gut vernetzt und wollen etwas bewegen.

Ronald Dobe hat bereits erkannt, dass viele Plöner selbst in „ihrer“ Stadt nicht unterwegs sind. „Damit fließt Kaufkraft weg“, weiß Dobe. Er will für das Stadtmarketing nun gute Gründe für einen Einkauf in Plön liefern. Nachdem die Touristen im Sommer die Geschäfte belebten, gebe es außerhalb der Saison bei einer gähnend leeren Stadt Probleme und der Profit aus dem Sommer werde im Winter aufgebraucht. „Dann sind die Unternehmer nicht zufrieden“, weiß Dobe.

Er schlägt als wichtigen Faktor in der gesamten Adventszeit einen Weihnachtsmarkt am Wendtorper Platz vor, der das Weihnachtsgeschäft in Plön beleben soll. Erhalten werden soll das „Wintermärchen“, das seine Frau Kristin weiterhin betreue.

Zuvor sollte im November ein Heftchen an alle Plöner Haushalte gehen, in denen die Plöner Geschäftsleute Tipps für Weihnachtsgeschenke empfehlen und vermitteln, dass diese Geschenke auch in Plön eingekauft werden könnten. Dobe: „Am Ende ist alles Kommunikation.“ Die lobt Dobe mit Plöns Bürgermeister Lars Winter. Es habe zwei Koordinierungsgespräche und bisher eine konstruktive Zusammenarbeit gegeben. Man sei sich in fast allen relevanten Themen einig. Lediglich über die Werbeanlagensatzung der Stadt müsse noch einmal gesprochen werden. Die Satzung, so Dobe, hat einer rechtlichen Überprüfung nicht stand gehalten. „Es kann doch nicht sein, dass wir nicht auf unsere Angebote aufmerksam machen können.“

Ronald Dobe ist das Flair in der Stadt sehr wichtig. So sei mit der Initiative Schönes Plön und deren Bepflanzung eine gute Basis zur Verschönerung der Stadt, die nach Vorstellungen Dobes überall in einheitlichen blauen und weißen Blütenfarben erstrahlen sollte. Das Bepflanzungskonzept müsse auch mit der Stadt abgesprochen werden. Dobe ist überzeugt: „Unsere Innenstadt soll die Schönste in der ganzen Region werden.“ Ronald Dobe spricht von Visionen, wenn der den Karnevalsvereins Blau-Weiß ins Gespräch bringt: „Wir könnten einen Straßen-Karneval in Plön veranstalten.“ Es gebe genug Potenzial für einen Familienkarneval. Hier könnte auch der Musikzug Plön eingebunden werden.

Für das Richten eines Maibaumes und eines Maibaumfestes fehlten in Plön Ressourcen. Das Konzept solle im nächsten Jahr neu entwickelt werden, denn ein Maifest gebe es in Ascheberg und den Engagierten dort wolle man nicht in die Suppe spucken. In Plön könnte sich ein Maifest mit einem anderen Verein zusammen entwickeln. Die Walpurgisnacht werde es nicht mehr geben.

Ronald Dobe würde zwischen Stadtbuchtfest und Kulturnacht gern ein zweitägiges Plöner Altstadtfest etablieren. „Dafür gibt es von allen Seite bereits großes Interesse“, sagte er. Dobe will aber auch die Kommunikation in Plön vorantreiben und sich hier Facebook und eines News-Blogs bedienen.

Seine Ideen und Visionen will Ronald Dobe einer Mitgliederversammlung des Stadtmarketingvereins Ende Juni/Anfang Juli vorstellen. Dann kommen auch Details auf den Tisch. „Solange bleiben meine Ideen Visionen“, schunzelt Dobe.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen