Ostholstein : Rolf Röhling führt den Kreissportverband Ostholstein als neuer Vorsitzender

Führen den KSV Ostholstein in die Zukunft: (von links) Rolf Röhling, Birgit Kamrath-Beyer und Wolfgang Ruge.   Fotos: Ahrens (3)
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Führen den KSV Ostholstein in die Zukunft: (von links) Rolf Röhling, Birgit Kamrath-Beyer und Wolfgang Ruge. Fotos: Ahrens (3)

Führungswechsel: scheidender Vorsitzender Manfred Hoffmann und Hellrik Wilder wurden zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt

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31. Mai 2015, 14:48 Uhr

79 Delegierte haben am Freitag im neuen Sportpark Pönitz einen Generationswechsel beim Kreissportverband (KSV) Ostholstein eingeläutetet. Mit 77 Ja-Stimmen wurde der 65-jährige Rolf Röhling aus Kreuzfeld als Nachfolger von Manfred Hoffmann zum neuen KSV-Vorsitzenden gewählt. Birgit Kamrath-Beyer übernahm den Stellvertreterposten. Mit Blick auf die Beendigung seiner Geschäftsführertätigkeit votierte die Versammlung für Götz Haß im Amt des dritten Vorsitzender, das er ab Oktober antreten wird.

„Es ist eine große Herausforderung, die ich übernommen habe“, sagte Rolf Röhling in seiner glühenden Rede für den Sport. Mit mehr als 59  000 Mitgliedern aus 192 Vereinen und 17 Fachverbänden mit insgesamt 41 Sportarten stehe der KSV landesweit an Platz sechs der Kreissportverbände.

Die Problematiken rückläufiger Mitgliederzahlen, der Einstellung von Spielbetrieben mangels Ausbilder und Trainer, die fehlende Bereitschaft ein Ehrenamt zu übernehmen und somit keine kompletten Vorstände zu haben, müssten geändert werden. Als Verbesserungsmöglichkeiten sollten Vereinskooperationen- oder Fusionen in Betracht gezogen werden, so Röhling. Zudem sollte auch auf neue Medien wie das Internet oder Facebook gesetzt werden.

„Der Sport gehört zu den wesentlichen Aufgaben der Gesellschaft“, betonte Röhling. Allerdings seien die Sportstätten erheblich renovierungsbedürftig. Nach offiziellen Berechnungen bestehe in Schleswig-Holstein ein Nachholbedarf im Wert von über 55 Millionen Euro.

Röhling appellierte, den Sport in die Landesverfassung aufzunehmen. Neben Bildung, der Schaffung von Arbeitsplätzen und Strukturwandel, die Politiker dauerhaft in den Vordergrund stellen, müsse auch der Sport genannt werden. Bewegungsmangel, Fehl-Ernährung, Übergewicht und der demografische Wandel seien Kennzeichen der heutigen Gesellschaft, dem der Sport entgegen wirken könne.

Der Sport leiste einen Beitrag zur Völkerverständigung, einem friedlichen Miteinander durch Werte wie Fairness, Engagement, Leistung und Teamgeist. Auch bei der Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen seien die Sportvereine durch das Programm „Integration durch Sport“ längst aktiv. „Wer in den Sport Geld einsetzt, hat es für die Zukunft gut angelegt. Die Nachhaltigkeit ist hier gegeben“, war das Fazit des neuen Kreisvorsitzenden.

„Der organisierte Sport braucht die Kommunen und den Kreis als starke Partner, um zukunftsfähig zu bleiben“, unterstrich Wolfgang Beer, Vizepräsident im Landessportverband, die Zusammenarbeit in Pönitz. Als eine „vorbildhafte und gelungene Zukunftsentscheidung“ bezeichnete Kreispräsident Ulrich Rüder die Zusammenführung des neuen Sportparks in Pönitz der Gemeinde Scharbeutz und der dortigen Schule. Durch die Zusammenlegung des Schul- und Vereinssportplatzes im Wert von vier Millionen Euro stiegen die Mitgliederzahlen wieder, sagte der Scharbeutzer Bürgermeister Volker Owerien.

Völlig überrascht wurde Götz Haß, der für seine über 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit auf Vereins- und Verbandsebene sowie als langjähriger KSV-Geschäftsführer mit der Goldenen Ehrennadel des Kreissportverbandes und der Silbernen Ehrennadel des Landessportverbands ausgezeichnet wurde.

„Das war der letzte Tanz, den ich heute mit Euch machte“, verabschiedete sich der langjährige Vorsitzende Manfred Hoffmann. Hoffmann und Wilder erhielten stehende Ovationen bei ihren Ernennungen zu Ehrenmitgliedern. Sie werden am kommenden Donnerstag im „Uwe-Seeler-Fußball-Park“ in einer gesonderten Feierstunde verabschiedet. Darüber hinaus wurden Wilder, die Malenterin Eva Werger (Ausschuss „Frauen im Sport“) und der Oldenburger Egon Boldt (Vorsitzender Kreisfußballverband) mit der KSV-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

In ihren Ämtern wurden Kassenwart Rüdiger Jürs, Lehrwart Sven Schulze, Udo Adler (Breitensport), Winfried Ebner (Spezialsportverein und Umwelt) bestätigt. Wolfgang Ruge, der ab Oktober die Geschäftsführung übernimmt, wurde zum Sportwart gewählt - Text von Kerstin Ahrens.

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